Am Montagmittag war es wieder so weit: Die Tankstellen durften ihre Preise erhöhen. Das unterblieb bei vielen Tankstellen aber völlig.
Aufatmen für Autofahrer! Die Jet-Tankstelle bei Baden in Niederösterreich hat ihre Preise nicht erhöht. Viele weitere Tankstellen ebenfalls nicht. oe24.TV filmt live mit, wie sich um 12 Uhr auf der Anzeigentafel der Tankstelle nichts tut.
Diesel bleibt zwar weit über 2 Euro, bei exakt 2,163 Euro pro Liter, springt aber nicht in die Höhe. Billiger wird Sprit freilich auch nicht.
Super bleibt bei 1,721 Euro stehen.
Bundesweiter Schnitt von Ostersonntag bleibt erhalten
Damit entsprechen die Preise mehr oder weniger dem bundesweiten Schnitt von Ostersonntag. Am gestrigen Ostersonntag kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt bundesweit 2,147 Euro, für einen Liter Superbenzin mussten 1,752 Euro bezahlt werden. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber Samstag, an dem 2,172 Euro für Diesel und 1,765 Euro für Benzin verlangt wurden. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control hervor.
"Kollektiver Nervensummenbruch an der Zapfsäule"
Die industrienahe Denkfabrik Agenda Austria fragt sich am Montag, ob ein "kollektiver Nervensummenbruch an der Zapfsäule" herrscht und spricht von "Verrenkungen" der Regierung im Zusammenhang mit der Spritpreisbremse. "Alles für ein paar Cent weniger an der Zapfsäule. Dabei sind die aktuellen Spritpreise zwar ärgerlich, aber kaufkraftbereinigt nicht gerade ein nationaler Notstand", so der Think Tank.
Kaufkraftbereinigt keine Teuerung
Selbst wenn man zu den aktuellen Preisen am Osterwochenende wieder 10 Cent aufschlagen würde, müsse ein Erwerbstätiger mit mittlerem Nettoverdienst für einen Liter Benzin rund sechs Minuten arbeiten; genau wie im Schnitt der vergangenen drei Jahrzehnte. "Selbst für Diesel muss man nicht länger arbeiten als im Jahr 2012", rechnet die Agenda Austria vor.
Sie fragt sich, "welche Asse die Regierung noch aus dem Ärmel ziehen will, wenn demnächst auch Gas und Strom wieder teurer werden". Die Regierung werde ihren finanziellen Spielraum noch brauchen, "um bedürftige Haushalte über den Winter 2026/27 zu bringen", warnt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge.
Erhöht werden dürfen die Tankstellenpreise nur noch am Montag, Mittwoch und Freitag jeweils zu Mittag.
Neues Panik-Datum
Am 10. April erreicht die letzte Öllieferung aus Nahost Europa. Wenn der Iran-Krieg weitergeht, dann könnten spätestens ab 10. April wieder Preissteigerungen angesagt sein. Experten schließen dann auch 3 Euro pro Liter Diesel nicht mehr aus.