Transparenz-Ranking: Österreich verbessert

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Transparenz-Ranking: Österreich verbessert

Im EU-Vergleich der "saubersten Länder" liegt man im vorderen Mittelfeld.

Österreich hat sich im aktuellen "Korruptionswahrnehmungsindex" (CPI) von Transparency International leicht verbessert. Lag Österreich im Vorjahr noch auf Rang 26, belegt es im Mittwoch veröffentlichten Ranking den 23. Platz. Als "sauberste" Länder weltweit gelten weiterhin Dänemark und Neuseeland, Schlusslichter sind Nordkorea und Somalia.

Der Korruptionswahrnehmungsindex erfasst 174 Staaten. Er fußt u.a. auf der Befragung von Managern und misst die Wahrnehmung der Verbreitung von Bestechlichkeit sowie Mechanismen zur Bekämpfung von Korruption im öffentlichen Sektor. Österreich kommt auf 72 von 100 möglichen Punkten (im Vorjahr 69). Damit konnte Österreich sein Ranking erstmals seit Längerem wieder verbessern. 2005 lag Österreich noch auf Rang 10, rutschte dann aber beständig ab.

Im EU-Vergleich schaffte es Österreich damit nur ins vordere Mittelfeld (Rang 10 von 28 Mitgliedern). Spitzenreiter sind nach wie vor die als weitgehend korruptionsfrei wahrgenommenen skandinavischen Länder, danach folgen die Niederlande, Luxemburg und Deutschland. Ebenfalls noch vor Österreich scheinen Großbritannien, Belgien und Irland auf. Frankreich ist heuer hinter Österreich zurückgefallen. Schlusslichter sind Griechenland, Italien und Rumänien.

Präsentiert wird der Österreich-Bericht von Transparency International bei einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag. Ebenfalls vorgestellt wird dabei eine Studie zum Thema "Lobbying in Österreich". Das 2012 beschlossene "Lobbyistenregister" hat Transparency bereits im Vorjahr als "zu verwaschen" kritisiert.

VIDEO: Korruption in Deutschland

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