Finanzminister Markus Marterbauer kommt gut in der SPÖ an. Beim ordentlichen Parteitag am Samstag erhielt der 62-Jährige bei der Kür des Parteivorstands 99,66 Prozent der Stimmen. Das ist der beste Wert aller Partei-Promis (siehe Ranking unten). Insgesamt wurden 55 Plätze vegeben – auf dem allerletzten landete Andreas Babler. Im Parteivorstand erhielt er 92,44% – deutlich hinter der beliebten Regierungskoordinatorin Michaela Schmidt, auch klar hinter der Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, die das Babler-Ergebnis „solide“ nannte.
Die rund 600 Delegierten wählten in Wien beim SPÖ- Parteitag aber auch das Präsidium, das „operative Hirn“ der Partei. Es ist die Parteispitze mit den Stellvertretern und besteht aus 14 Personen. Auch hier kam Babler auf den geringsten Wert mit 81,51 Prozent!
Babler darf also SPÖ-Chef bleiben, aber ein Fünftel hat ihn nicht gewählt. Obwohl es nicht einmal einen Gegenkandidaten gegeben hat. Babler holt damit 7 Prozentpunkte weniger als 2023. Aber er liegt vor Rendi-Wagner, die kurz vor ihrem Abgang nur noch auf 75,34 % kam. Die Schuld für das blamable Ergebnis gab Holzleitner im ORF „medialen Diskussionen“ über einen Gegenkandidaten. „Lächerlich“, feixt die FPÖ. Zumindest SPÖ 1, der Parteisender, feiert Babler bestimmt.
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