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Wahlflop

Babler auf letzten Platz gewählt, Opposition höhnt

Marterbauer stellte sich mit 99 % vor, Babler wird Letzter: Die Opposition höhnt über ein "lächerliches Ergebnis". Parteichef darf Babler bleiben. 

Finanzminister Markus Marterbauer kommt gut in der SPÖ an. Beim ordentlichen Parteitag am Samstag erhielt der 62-Jährige bei der Kür des Parteivorstands 99,66 Prozent der Stimmen. Das ist der beste Wert aller Partei-Promis (siehe Ranking unten). Insgesamt wurden 55 Plätze vegeben – auf dem allerletzten landete Andreas Babler. Im Parteivorstand erhielt er 92,44% – deutlich hinter der beliebten Regierungskoordinatorin Michaela Schmidt, auch klar hinter der Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, die das Babler-Ergebnis „solide“ nannte.

 

 


    Name

    Ergebnis

    Funktion / Anmerkung

    Markus Marterbauer

    99,66 %

    Finanzminister (klar vor Babler)

    Michaela Schmidt

    99,66 %

    Staatssekretärin

    Philip Wohlgemuth

    99,33 %

    Landeschef Tirol

    Eva-Maria Holzleitner

    98,99 %

    Frauenministerin

    U. Königsberger-Ludwig

    98,66 %

    Staatssekretärin

    Martin Winkler

    98,66 %

    Landeschef Oberösterreich

    Mario Leiter

    98,66 %

    Landeschef Vorarlberg

    Jörg Leichtfried

    98,15 %

    Staatssekretär

    Daniel Fellner

    97,65 %

    Landeschef Kärnten

    Andreas Babler

    92,44 %

    Vizekanzler

 

 

Die rund 600 Delegierten wählten in Wien beim SPÖ- Parteitag aber auch das Präsidium, das „operative Hirn“ der Partei. Es ist die Parteispitze mit den Stellvertretern und besteht aus 14 Personen. Auch hier kam Babler auf den geringsten Wert mit 81,51 Prozent!

Babler darf also SPÖ-Chef bleiben, aber ein Fünftel hat ihn nicht gewählt. Obwohl es nicht einmal einen Gegenkandidaten gegeben hat. Babler holt damit 7 Prozentpunkte weniger als 2023. Aber er liegt vor Rendi-Wagner, die kurz vor ihrem Abgang nur noch auf 75,34 % kam. Die Schuld für das blamable Ergebnis gab Holzleitner im ORF „medialen Diskussionen“ über einen Gegenkandidaten. „Lächerlich“, feixt die FPÖ. Zumindest SPÖ 1, der Parteisender, feiert Babler bestimmt.

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