"Mafia-Methoden"

Paukenschlag: Italiener klagen Benko an

05.02.2026

Ein Gericht in Italien hat nun Anklage gegen den in U-Haft sitzenden Signa-Pleitier René Benko erhoben.

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Hinter verschlossenen Türen wurde am Donnerstag in Trient verhandelt, wie die Signa-Causa rund um René Benko in Italien weiter behandelt wird. Eigentlich hat die Staatsanwaltschaft bereits einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens gestellt. Allerdings lehnte dies der Trentiner Untersuchungsrichter ab. Der Trentiner Richter besteht auf Anklage. Nun wird gegen René Benko in Italien Anklage erhoben.

Benko und weiteren Beschuldigten wird dabei vorgeworfen, dass er durch Bestechung von Beamten mit "Mafia-Methoden" große Immo-Deals an Land gezogen hatte. Der Signa-Pleitier wurde in Italien von seinem Anwalt Norbert Wess vertreten.

Benko-Anwalt: "Im höchsten Maße ungewöhnlich"

Gegenüber oe24 hält Benkos Anwalt Dr. Norbert Wess fest: „Das Gericht in Trient hat heute den Vorschlag der Staatsanwaltschaft, die eine Einstellung sämtlicher Vorwürfe beantragt hat, offensichtlich verworfen und vielmehr der Staatsanwaltschaft per Gerichtsentscheidung - entgegen deren Überzeugung - aufgetragen Anklage zu erheben. Ein solches Vorgehen ist - wie uns die italienischen Kollegen bestätigen - im höchsten Maße ungewöhnlich."

"Nicht unerwähnt kann in diesem Zusammenhang bleiben, dass die heutige Entscheidung dasselbe Gericht getroffen hat, das in der Vergangenheit die Zwangsmaßnahmen bewilligt hat. Das ergibt gesamthaft kein gutes Bild und wäre so in Österreich auch nicht möglich bzw der Fall. In weiterer Folge wird aber auch in Italien noch ein anderes (unabhängiges) Gericht die nunmehr einzubringende Anklage zu überprüfen haben“, heißt es im ersten Statement von Wess, nachdem die Entscheidung zur Anklage-Erhebung gegen Benko gefallen war. 

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