Konkursverfahren

Sanierung gescheitert! Mediashop muss endgültig zusperren

12.03.2026

Die geplante Rettung der bekannten TV-Institution Mediashop ist offiziell gescheitert. Trotz intensiver Bemühungen und eines Sanierungsplans muss das Unternehmen nun den Weg in den Konkurs gehen. 

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Das Unternehmen kämpft mit einer Schuldenlast von rund 45 Millionen Euro. Vor genau zwei Wochen wurde die tiefe Krise des Konzerns bekannt, der vor allem für seine Dauerwerbesendungen für Haushaltsprodukte bekannt ist. Nachdem der Österreich-Ableger Insolvenz anmelden musste, stehen 160 Mitarbeiter vor einer ungewissen Zukunft. Ursprünglich war vorgesehen, den Betrieb durch einen Sanierungsplan mit einer Gläubigerquote von 20 Prozent wieder zu stabilisieren.

Rettungsplan mangels Beiträgen gestoppt

Wie die Rechtsvertreter der Mediashop GmbH erklärten, wurden gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen versucht. Obwohl es positive Signale der Stakeholder gab, konnten die notwendigen Beiträge nicht schnell genug und in ausreichender Höhe aufgebracht werden. Infolgedessen wurde der Antrag auf den Abschluss eines Sanierungsplanes nun offiziell zurückgezogen.

Verkauf der Vermögenswerte beginnt

Das Verfahren wird ab sofort als Konkursverfahren weitergeführt. Der Insolvenzverwalter leitet nun die notwendigen Verwertungsschritte ein, um das Unternehmen oder die verbliebenen Vermögenswerte bestmöglich zu verkaufen. Laut aktuellen Informationen sollen durch einen bereits eingeleiteten Investorenprozess erste Interessenten für den Konzern vorhanden sein.

Die Krise weitet sich zudem auf das gesamte Firmengeflecht aus. Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV) hat sich bereits zu Beginn gezeigt, dass auch wesentliche Vertriebsgesellschaften insolvenzgefährdet sind. Es wird damit gerechnet, dass in nächster Zeit weitere Insolvenzverfahren eröffnet werden, die auch die Muttergesellschaft sowie verschiedene Tochtergesellschaften betreffen könnten.