Schweiz muss Milliardenverlust wegen Goldpreisminus verkraften
In die Haushalte des Bundes sowie von 20 der 26 Schweizer Kantone werden dadurch Löcher gerissen, die nun durch Sparmaßnahmen und Kredite geschlossen werden müssen.
Der Bewertungsverlust bei den Goldbeständen belaufe sich voraussichtlich auf rund 15 Mrd. Franken. Dem stünden Gewinne von 6 Mrd. Franken gegenüber - jeweils 3 Milliarden bei den Fremdwährungsbeständen der SNB sowie durch die Auflösung ihres Rettungsfonds für die Schweizer Großbank UBS. Der Nettoverlust beträgt daher rund 9 Mrd. Franken.
Hinzu kommt aber laut SNB noch eine erforderliche Rückstellung für Währungsreserven in Höhe von 3 Mrd. Franken. Das unter dem Strich stehende Bilanzminus von 12 Mrd. Franken sei deutlich höher als die Ausschüttungsreserve (5,3 Mrd. Franken). Gemäß den Bestimmungen des Nationalbankgesetzes könne die SNB daher keine Gewinnausschüttung vornehmen. Neben dem Bund und den Kantonen betreffe dies auch die Dividende für die Aktionäre.
2013 war der Goldpreis erstmals seit Beginn des Jahrtausends auf Jahressicht gefallen, er rutschte um etwa 27 Prozent ab.