US-Börsen nach Arbeitsmarktdaten mit Verlusten
In den USA stieg die Beschäftigung im Privatsektor im Jänner etwas schwächer als erwartet. Im Monatsvergleich wurden 175 000 neue Stellen geschaffen, wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) mitteilte. Finanzanalysten hatten mit einer Zunahme um 185 000 Jobs gerechnet. Zudem wurde der deutliche Anstieg im Vormonat nach unten revidiert. Der ADP-Bericht liefert einen Vorgeschmack auf die Zahlen der Regierung am Freitag. US-Arbeitsmarktdaten stehen derzeit besonders im Fokus der Finanzmärkte, weil sie als entscheidend dafür gelten, mit welchem Tempo die US-Notenbank Fed ihr Anleihekaufprogramm einschränkt.
Die Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister überraschte leicht positiv, konnte die Abschläge an der Wall Street aber nur für wenige Handelsminuten eingrenzen. Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hat sich zu Jahresbeginn etwas stärker als erwartet aufgehellt.
Unter den Einzelwerten legten die Anteilsscheine von Merck & Co nach Zahlen 2,04 Prozent zu. Dem US-Pharmakonzern hat die Konkurrenz von Nachahmermitteln für ehemalige Kassenschlager zugesetzt. Im vierten Quartal ist der Gewinn um 14 Prozent auf 781 Millionen US-Dollar gesunken. Auch negative Währungseffekte und gestiegene Kosten für den Konzernumbau belasteten.
Google verbesserten sich um 0,38 Prozent. Der Internetkonzern dürfte im Wettbewerbsstreit mit der EU-Kommission um eine drohende Milliardenstrafe herumkommen. Nach drei Jahren Streit um die Anzeige der Ergebnisse bei der Google-Internetsuche stellte die EU-Kommission am Mittwoch eine Beilegung des Falls in Aussicht.