F: Staatsdefizit mit 7,5 % niedriger als erwartet
Das französische Staatsdefizit ist im vergangenen Jahr mit 7,5 % des BIP niedriger ausgefallen als erwartet. Die Regierung hatte die Defizitprognose mehrfach revidiert und zuletzt mit 7,9 % gerechnet. Bei Verabschiedung des Konjunkturpakets Ende 2008 hatte Paris für 2009 noch ein Defizit von 4 % in Kauf nehmen wollen.
Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde führte die Verschlechterung "vollständig auf Wirkungen der weltweiten Krise" zurück. "Sie spiegelt die Umsetzung des massiven Konjunkturprogramms und die Entscheidung der öffentlichen Hand, die krisenbedingten Steuerausfälle nicht auszugleichen." Bis 2013 will Paris das Defizit auf 3 % des BIP senken.
Der EU-Stabilitätspakt begrenzt das zulässige Etatdefizit für normale Zeiten auf 3 % des BIP. Die Staatsverschuldung wird auf 60 % gedeckelt. In Frankreich erreichten die Staatsschulden nach neusten Zahlen im vergangenen Jahr 77,6 % des BIP. 2010 soll die Staatsverschuldung nach einer Prognose vom Jahresbeginn auf 83,2 % des BIP steigen.