Österreich-Umfrage

Was wir am liebsten zum Essen bestellen und wie oft

24.08.2023

Seit der Corona-Pandemie boomt das Geschäft der Lieferdienste – vor allem in der Stadt und bei Jüngeren.

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Auch wenn rund 70 % der Österreicher:innen grundsätzlich gerne kochen, bestellt fast jede/r Zweite mindestens monatlich bei einem Lieferservice, am häufigsten in Wien, gefolgt von der Steiermark und Niederösterreich. So ein zentrales Ergebnis des foodora Trend Monitor 2023, zu dem 1.633 Österreicher im Rahmen einer repräsentativen Studie befragt und interne Daten bei foodora ausgewertet wurden.

Jeder Zweite bestellt monatlich

Insgesamt lassen sich in Österreich die Wiener:innen am häufigsten das Essen per Lieferservice bringen. Über 60 % bestellen mindestens einmal pro Monat Essen, jede/r fünfte Wiener:innen sogar wöchentlich. Danach folgt die Steiermark, vor Niederösterreich. Aber auch bei den Kärntner:innen gibt es über 12 %, die mindestens einmal pro Woche Essen bestellen.

„Die Kulinarik, die Österreichs Restaurants bieten, ist vielfältig. Von der italienischen Pizza über das indische Curry bis hin zur leckeren Bowl gibt es quer durch Österreich eine breite Auswahl an unterschiedlichen Speisen. Lieferservices vereinen genau diese Vielfalt auf einer Plattform. So zeigen die Ergebnisse, dass vier von zehn Österreicher wegen der Lust auf ein bestimmtes Gericht bestellen“, erklärt foodora Geschäftsführer Herbert Haas.

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Bestellen ist zur „Normalität“ geworden

Dass die Popularität, sich Speisen nach Hause liefern zu lassen, die letzten Jahre stark zugenommen hat, zeigt sich auch darin, dass fast die Hälfte der Österreicher:innen mindestens einmal im Monat bei einem Lieferdienst bestellt, mehr als jede/r Vierte sogar mehrmals pro Monat. Rund 13 % lassen sich mindestens wöchentlich ihr Essen bringen. Auf den Monat gesehen bestellen die Männer etwas häufiger als Frauen (53/42 %).

Mit dem Blick auf das Alter, lassen sich monatlich mit rund 65 % am öftesten die 18- bis 29-Jährigen ihr Essen liefern. Bei den 40- bis 49-Jährigen nutzt die Hälfte monatlich einen Lieferservice, in der Altersspanne 50 bis 59 Jahre hingegen nur mehr rund 31 %.

Lediglich 19 % geben an, nie einen Lieferservice zu nutzen, wobei dies vor allem für die Altersgruppe der über 50-Jährigen gilt. Insgesamt haben sich Lieferdienste heute breit etabliert und werden österreichweit genutzt, wie Haas bekräftigt: „Lieferservices sind heutzutage vielerorts aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Die Corona-Pandemie und vor allem die Lockdown-Phasen haben diese Entwicklung sicherlich beschleunigt.“

 

Liefern lassen für Genuss und Entspannung

Bestellungen über Essens-Plattformen werden primär mit der breiten Speisenauswahl sowie Genuss und Entspannung in den eigenen vier Wänden verbunden – da nicht auch noch an das Kochen gedacht werden muss. Österreicher:innen haben gerne einmal einen entspannten Abend, an dem der Lieferservice das Kochen oder Besorgen von Lebensmittel abnimmt – eine Erleichterung im hektischen Alltag.

Ein genauer Blick auf die Studienergebnisse zeigt, dass für 44 % der Österreicher:innen die fehlende Lust am Kochen einer der Gründe für die Bestellung bei einem Lieferservice ist – besonders bei Städtern (47 %) und den Millennials (50 %) sowie der Generation Z (46 %). Aber auch die kulinarische Vielfalt bei Bestellplattformen zählt zu den wesentlichen Pluspunkten der Lieferservices. Vier von zehn bestellen, weil sie eine bestimmte Landesküche oder eine Speise möchten, auf die sie gerade Gusto haben. 8 % sagen, dass das Bestellen ihnen günstiger kommt, als selbst zu kochen – hier handelt es sich hauptsächlich um Single-Haushalte und Wohngemeinschaften ohne Kinder.

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Bestellen: am liebsten beisammen am Sonn- oder Feiertag

Für viele ist das Beisammensein mit Freunden oder Familie die schönste Zeit. Beim Bestellen von Gerichten ist das nicht so klar erkennbar. Zwar lassen sich Herr und Frau Österreicher das Essen am liebsten liefern, wenn sie Zeit gemeinsam mit dem/der Partner:in (27 %) verbringen, gleich darauf folgt aber die Bestellung allein (18 %). Hier stechen vor allem junge Männer hervor. 

Gefragt nach den Bestellsituationen ist für fast 40 % der Befragten der gemütliche Sonntag oder Feiertag die ideale Gelegenheit, um Essen zu bestellen. Ein Drittel nutzt gerade auch nach einem langen anstrengenden Tag den Service der Lieferdienste. Ein gemütlicher Fernsehabend oder das Beisammensitzen mit Freunden ist jeweils für rund 24 % ein Grund für eine Bestellung – besonders für die 18- bis 39-Jährigen.

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Kochen: gerne, aber schnell und unkompliziert

Abgesehen von Bestellen und Essen gehen, steht auch das Kochen bei den Österreicher:innen hoch im Kurs. Über zwei Drittel geben an, gerne zu kochen. Dabei gilt aber: Der Aufwand soll gering bleiben. Für rund 45 % der Befragten ist es wichtig, dass das Kochen möglichst rasch und unkompliziert bleibt - ganz besonders für Frauen (49 %). Nie zu kochen ist bei rund 7 % der Österreicher:innen der Fall. Das trifft speziell auf die männlichen Wiener und Niederösterreicher zu. Zusätzlich lässt sich ein Unterschied zwischen den einzelnen Generationen erkennen. Je älter, umso eher wird nie gekocht.

Den 18- bis 29-Jährigen fehlt es wiederum beim Kochen an Inspiration. Bei ihnen landen am häufigsten die gleichen Speisen am Teller. Zeit zum Kochen nehmen sich am liebsten die Tiroler:innen, besonders Frauen ab 40 Jahren. Aus dem Bundesländer-Blickpunkt sind sie auch am häufigsten die „Selber-Kocher“. Für die Kärntner:innen muss es vor allem unkompliziert sein – mit rund 54 % ist keinem anderen Bundesland dieser Faktor wichtiger. Weniger als Freude, mehr als Verpflichtung, sehen am ehesten die jungen niederösterreichischen Männer das Kochen. Sie kochen, weil es halt sein muss.

Nationale Lieblingsspeise: Schnitzel

Beim Blick auf die beliebtesten nationalen Speisen geht ein eindeutiger erster Platz hervor. Die wohl bekannteste österreichische Speise, das Schnitzel, führt bei den Österreicher:innen das Ranking der beliebtesten Gerichte der österreichischen Küche an. Keine andere heimische Speise sehen Herr und Frau Österreicher so gerne auf ihren Tellern, wie die Ergebnisse von marketagent zeigen.

Beim zweiten Platz haben die einzelnen Bundesländer jedoch unterschiedliche Meinungen. Während die Wiener:innen ihr Gulasch mögen, liegen in Oberösterreich, Salzburg und Tirol die Käsespätzle an zweiter Stelle. Die Steirer:innen und Kärntner:innen bevorzugen den faschierten Braten. Als Nachspeise belegt die Palatschinke mit zwei Drittel der Stimmen den ersten Platz. Danach folgen der Kaiserschmarrn und der Apfelstrudel.

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