Lockdown-Panik
Ansturm vor Oster-Ruhe
Erzwungene „Osterruhe“ wegen der rasanten Corona-Ausbreitung: Ab jetzt gilt der verschärfte Oster-Lockdown im Osten (Wien, NÖ, Burgenland). Die betroffenen 3,9 Millionen Menschen sollen nur in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen.
In den Stunden vor Inkrafttreten stürmten die Österreicher (nicht nur im Osten) die Shops und die Parks bei bis zu 25 Grad (siehe unten). Die Corona-Angst schien zumindest kurzfristig weggefegt. Von Tirol über Kärnten bis Wien beobachteten unsere Reporter gewaltigen Andrang auf Modehäuser und Sonnenplätze. Motto: letzte Freiheit vor dem Lockdown.
Einkaufsstraßen belebt wie kurz vor Weihnachten
Die Wiener Mariahilfer und Kärntner Straße wirkten wie im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel. Vor allem vor Modeketten wie TK Maxx bildeten sich lange Schlangen.
Für den schwer gebeutelten Handel ist es ein Lichtblick in der Krise. Eigentlich wollten die Österreicher insgesamt um 240 Millionen Euro Ostergeschenke kaufen, pro Person um 95 Euro. Aber: Die neuen Maßnahmen bedeuten sind eine Vollbremsung für den Handel. Laut Rainer Will, Chef des Handelsverbandes, waren Bücher enorm gefragt, als Zeitvertreib im Lockdown enorm gefragt. Auch Baumärkte und Gartencenter wurden gestern gestürmt. Auch hier suchen Käufer nach einer Beschäftigung.
530 Anzeigen pro Tag
Am Wiener Donaukanal, aber auch im Stadtpark war gestern ist schon untertags Highlife angesagt. Musik und Alkohol begünstigen die lockere Stimmung. Auf Abstand verzichten viele. Zuletzt sprach die Polizei bundesweit etwa 530 Anzeigen pro Tag wegen Corona-Vergehen aus. Auch das wird der Lockdown hoffentlich stark bremsen.