Maßnahmen
Corona-Chaos: Was jetzt wirklich gilt
Wien. Seit den großen Öffnungen am 5. März steigen die Corona-Zahlen. Fast täglich gibt es neue Rekorde bei den Neuinfektionen.
Alarm. Prognoserechnungen machten Neo-Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Freitag klar, dass in den nächsten zwei Wochen täglich „mit 50.000 Neuinfektionen oder mehr“ gerechnet wird.
Notbremse. Rauch hat deshalb neue Maßnahmen verkündet. ÖSTERREICH hat den Überblick über den Regel-Dschungel.
Maskenpflicht indoor gilt ab Mittwoch bundesweit
- Maske auf. Die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen kehrt am Mittwoch zurück. Die Verordnung soll „wasserdicht“ sein, sagte Rauch. Sein Ressort müsse schon jetzt mehr als 70 Verfahren führen, weil Maßnahmengegner die Verordnungen bekämpfen. Maskenpflicht indoor bedeutet FFP2-Masken im gesamten Handel und auch auf der Tanzfläche der Discos, die geöffnet bleiben.
Kürzere Quarantäne für Spitalsmitarbeiter
- Infiziert arbeiten. Rauch sprach von einem „Hilfeschrei aus den Spitälern“. Weil so viele Ärzte und Pfleger derzeit Corona haben, könne der Krankenhausbetrieb „nur mit Mühe aufrechterhalten werden“.
Ab Mittwoch soll infiziertes Gesundheitspersonal mit Maske arbeiten dürfen. Das gilt auch für Alten- und Pflegeheime. Einige Mitglieder der GECKO-Kommission befürchten, dass sich Corona durch die Verkürzung der Absonderung noch mehr ausbreitet.
Kontaktpersonen dürfen arbeiten und einkaufen
- Personalengpass. Ab April müssen Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne. Für sie gelten dann „Verkehrsbeschränkungen“. Sie dürfen arbeiten, aber nicht zu Events oder zu Partys. Wie das kontrolliert werden soll, ist noch offen.
10 Gratistests für jeden gibt es ab April
- Testeinschränkung. Das ab 1. April nur noch zehn Gratistests möglich sind, bleibt bestehen. Fünf PCR- und fünf Antigentests sind kostenlos, für den sechsten PCR-Test muss man zahlen.
Minister Rauch hat sich bei den Experten der GECKO entschuldigt, den Abgang von Gerry Foitik (siehe unten) konnte er nicht verhindern.