DNA über Grenzwert?

Corona-Impfung verunreinigt - das steckt dahinter

22.12.2023

Impfungen sollen stark mit DNA verunreinigt sein - bis zu 70 Mal über dem Grenzwert.

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Mitten in der schlimmsten Corona-Welle (mehr als 52.000 sind offiziell erkrankt, die Dunkelziffer ist weitaus höher) sorgt eine Nachricht für Unruhe. Covid-Impfungen mit der neuen mRNA-Technologie sollen mit DNA verunreinigt sein.

Zellveränderungen bei Menschen?

In Briefen, die vor allem in Deutschland an Arztpraxen gingen, wird vor einer starken Verunreinigung gewarnt – angeblich bis zu 70 Mal über dem Grenzwert. Sogar der Mitteldeutsche Rundfunk nahm sich der Sache an. Im TV-Bericht wurde erklärt: Diese Impfungen könnten zu Zellveränderungen beim Menschen führen. Allerdings wurde dieser Beitrag wieder aus der Mediathek gelöscht.

"Irreführender Quatsch"!

Die Impf-Gegner teilen die Warnung in rasanter Geschwindigkeit über soziale Medien. Was also ist dran an dieser Information?

"Ärgerlich und gefährlich ist es, wenn die Teams in den Praxen und Apotheken gerade jetzt mit irreführendem Quatsch zusätzlich beschäftigt und schlimmstenfalls verunsichert werden. Gemeint ist jenes unsägliche Schreiben einer ominösen Gruppe namens 'Medizinischer Behandlungsverbund' (MBV). Darin wurden Ärztinnen und Ärzte vor angeblichen DNA-Verunreinigungen in mRNA-basierten Covid-19-Impfstoffen gewarnt", schreibt die deutsche Pharmazeutische Zeitung.

Gezielte Desinformation

So genannte Rote-Hand-Briefe veröffentlichen die Arzneimittelbehörden in Deutschland und auch in Österreich, wenn es darum geht, bestätigte Probleme mit einem Arzneimittel an die Fachöffentlichkeit zu bringen. "Kommt es zu einer wichtigen Mitteilung zu einer Arzneispezialität in Hinblick auf die Sicherheit und Unbedenklichkeit bei der Anwendung, werden Rote-Hand-Briefe ausgesendet", heißt es dazu zum Beispiel auf www.gesundheit.gv.at.

Im Falle dieses Fakes ging es offenbar um eine gezielte Desinformation zu den mRNA-Covid-19-Impfstoffen. Das anerkannte Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das für Impfstoffe behördlich federführend ist, reagierte mit einer scharfen Stellungnahme. Zusammengefasst: Alles falsch, widerrechtliche Verwendung eines geschützten Symbols.

"Dient der Verunsicherung"

"Das Schreiben, ebenso wie die dort abgeleiteten Schlussfolgerungen, sind falsch. Der Aufruf stellt keine behördlich geprüfte und autorisierte Information dar, sondern dient der Verunsicherung durch gezielte Desinformation", stellt das PEI fest.

© Getty

Die in der EU zugelassenen mRNA-Impfstoffe würden im Rahmen der ständigen Prüfung der Chargen durch die Hersteller und durch die amtlichen Arzneimittelkontrolllabors (OMC-Labors) nach den Kriterien des Europäischen Direktorats für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM) getestet bzw. beurteilt. "Alle vertriebenen Chargen des von der EU-Kommission zugelassenen Covid-19-Impfstoffprodukts Comirnaty (BionTech) wurden entsprechend OMCL-Leitfaden und Zulassungsvorgaben geprüft, und für alle Chargen wurde nach erfolgreicher Prüfung die staatliche Chargenfreigabe erteilt", stellte das amtliche Institut fest.

Wer steckt dahinter?

Deutschen Medienberichten zufolge steckt hinter der den falschen Rote-Hand-Briefen ein dubioser aus Deutschland stammender Geschäftemacher, der auch schon schnell Impfunfähigkeitsatteste produzierte oder über seinen "Behandlungsverbund" Therapien wegen angeblicher Impfschäden vermitteln will.


  

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