Wo es die meisten Fälle gibt
Alle Hotspots: Hier wütet Corona in Österreich
Das Infektionsrisiko in Österreich steigt nach der neuen Bewertung der Ampelkommission weiter. Nach der Sitzung am Donnerstag wird das Risiko für Gesamtösterreich nun mit mittel bewertet, damit ist das Land als ganzes gelb. Bei den Bundesländern sind nun nur noch das Burgenland und Kärnten gelb-grün. Neben den schon bisher gelben Bundesländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg sind nun auch Wien, Nieder- und Oberösterreich sowie die Steiermark gelb eingefärbt.
Das sind die Corona-Hotspots
Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen Lienz 223 Wels 203 Eferding 159 Salzburg 135 Neunkirchen 123 Sankt Pölten 122 Zell am See 119 Liezen 116 Kirchdorf 110 Graz 109
Am meisten Corona-Fälle gibt es dabei weiterhin in Osttirol. Aber auch in den oberösterreichischen bezirken Wels und Eferding ist die 7-Tage-Inzidenz nun schon über 200. Hoch sind die Corona-Zahlen aktuell auch in den Landeshauptstädten Salzburg, Sankt Pölten und Graz.
Steigender Trend
Die Corona Kommission beobachtet seit mehreren Wochen einen steigenden Trend der Fallzahlen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Die Belastung des Gesundheitssystems sei vorerst auf niedrigem Niveau, die Covid-spezifische Belastung der Intensivstationen lag per 17. August bei 2,95 Prozent, bezogen auf alle gemeldeten Erwachsenen-Intensivbetten Österreichs. Die Prognoserechnungen zeigen einen Anstieg der Auslastung von Intensivstationen auf ein Niveau von 5,8 Prozent am 1. September 2021. Die Durchimpfungsrate mit einem ersten Stich habe ein Niveau von rund 67 Prozent der impfbaren Bevölkerung (ab zwölf Jahren) erreicht und liege in der Gruppe der über 65-Jährigen bereits bei rund 86 Prozent, so die Kommission.
Die Kommission wies auch darauf hin, dass das Covid-Prognosekonsortium Anfang Juli Simulationsrechnungen mit einem Zeithorizont bis Ende September erstellt hat. "Ein Abgleich der simulierten Szenarien, die von unterschiedlichen Impfszenarien ausgehen, mit der tatsächlichen beobachteten Entwicklung zeigt, dass sich das Infektionsgeschehen seit Mitte Juli ungünstig entwickelt hat und den Verläufen der Worst Case Szenarien folgt." Ausschlaggebend dafür sei neben der transmissibleren und virulenteren Delta-Variante der zurückgegangene Impffortschritt, "der sich im August gegenüber Juni 2021 um rund 85 Prozent reduziert hat", so die Corona-Kommission. "Angesichts einer aktuellen Durchimpfung von rund 61 Prozent (erste Teilimpfung) der Gesamtbevölkerung erscheinen die notwendigen Durchimpfungsraten von 80 Prozent und mehr bis Ende September 2021 kaum noch erreichbar."