oe24 enthüllt die Bezirks-Inzidenz

Geheime Wiener Bezirks-Zahlen: Favoriten und Meidling müssten abgeriegelt werden

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Paukenschlag in Wien: oe24 liegen die geheimen Corona-Zahlen der Wiener Bezirke vor, die von der Stadt nicht veröffentlicht werden. Und die haben es in sich.
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Erstmals liegen nämlich zwei Bezirke bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 300 und 400 (für die Wiener Bezirke werden nur Bandbreiten angegeben). In Favoriten (10. Bezirk) und Meidling (12. Bezirk) liegt die 7-Tages-Inzidenz laut einem Insider aus dem Gesundheitsministerium „deutlich über 300“.

Das ist insofern dramatisch, als für den oberösterreichischen Bezirk Braunau soeben mit einer 7-Tages-Inzidenz von 356 Ausreisekontrollen eingeführt wurden. Zwar spielen dabei auch die Impfquote und die Auslastung der Intensivstationen eine Rolle, beides ist in Favoriten und Meidling aber nicht wesentlich besser. In Braunau liegt die Impfquote der Vollimunisierten etwa bei 48,3%, in Favoriten sind es mit 50,9% nur unwesentlich mehr, in Meidling sind es immerhin 54,8%. Die Zahl der Intensivpatienten ist in Wien sogar deutlich höher: In Wien gibt es mittlerweile 77 Intensivfälle, in Oberösterreich 34. In Wien sind noch 50% der Betten frei, in Oberösterreich sind es 42%. „Eigentlich müsste man Meidling und Favoriten genauso wie Braunau abriegeln. Das geht aber nicht, weil man Wiener Bezirke faktisch nicht abriegeln kann“, so der Insider aus dem Gesundheitsministerium.

Zahlen steigen stark

Auch sonst steigen die Zahlen in Wien stark: In 8 weiteren Bezirken liegt die 7-Tage-Inzidenz zwischen 200 und 300. Das betrifft die Bezirke Leopoldstadt (2.), Landstraße (3.), Simmering (11.), Hütteldorf (14.), Rudolfsheim-Fünfhaus (15.), Ottakring (16.), Hernals (17.) und Brigittenau (20.).

Die niedrigste Inzidenz – zwischen 100 und 150 - gibt es in Innere Stadt (1.), Wieden (4.), Mariahilf (6.), Josefstadt (8.), Alsergrund (9.), Hietzing (13.) und Währing (18.).