Booster hilft gegen schweren Verlauf

Mutation 3 Mal so ansteckend: Warnung vor 5. Welle

© APA/MICHAEL GRUBER
Bislang wurden 59 Omikron-Fälle in Österreich bestätigt. Die Variante könnte sich jetzt rasch ausbreiten.
Zur Vollversion des Artikels

Wien. Gestern gingen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und seine Chief Medical Officer Katharina Raich in die Offensive: Die Coronavirus-Variante Omikron – derzeit ist noch Delta dominant – könnte bereits im Jänner eine fünfte Welle auslösen. Da die neue Variante – die zuerst in Botswana und Südafrika entdeckt wurde – drei Mal so ansteckend ist wie die bisherige, könnte uns „die größte Welle, die wir je hatten, bevorstehen“, so Mückstein.

In der Ampel-Kommissionssitzung vom Donnerstag hatten Experten bereits gewarnt, dass die Spitalsauslastung noch zu hoch sei. Mit Sorge schaut Mückstein derzeit auf Großbritannien und Dänemark wo sich die Fälle alle zwei Tage verdoppeln.

Mückstein: Vor Weihnachten boostern

Appell. Während nur Genesene oder zweifach Geimpfte wenig Schutz gegen Omikron haben dürften, dürfte der Drittstich einen relativ guten Schutz bieten. Mückstein appellierte gestern denn auch, dass man „sich noch vor Weihnachten boostern lassen sollte“. Vier Monate nach dem Zweitstich ist das möglich.

Molekularbiologe Andreas Bergthaler riet zudem zu PCR-Tests für Reisende, dem Tragen von FFP2-Masken, die gegen Omikron schützen.

Da die Mutante viel ansteckender sei, werden auch die Quarantäneregeln verschärft: Bei Kontakt mit ­einem Omikron-Infizierten müsse man auch als Geimpfter zwei Wochen in Quarantäne. Bei der Delta-Variante galt man als Geimpfter noch als K2 – konnte also mit Tests und FFP2-Maske raus. So soll die Ausbreitung verlangsamt werden.