Covid-Report:
"So geht es mir nach der Astra-Impfung"
Wien. Starke Nebenwirkungen, rätselhafte Todesfälle nach der Impfung mit AstraZeneca, Probleme mit einer Charge in ganz Europa. Erste EU-Länder stoppen jetzt die Impfung (siehe unten). ÖSTERREICH-Reporter Aaron Brüstle erzählt von seiner Erfahrung – und einer harten Nacht:
"In der Nacht habe ich Schüttelfrost & Durst"
Erste Impfung. Als werdender Vater bekomme ich die Impfung – so wie Lehrer und Risikopatienten. Zum Stich kommt es in einer der Dutzenden Kabinen des Austria Center hinter einem grünen Vorhang.
Hochbetrieb. Hunderte Menschen kommen Mittwochmittag von der U1-Station Kaisermühlen zum Austria Center. Alle müssen durch drei Stationen: Zuerst das Formular zu möglichen Vorerkrankungen ausfüllen, dann mit der E-Card anmelden, schließlich ein Aufklärungsgespräch: „Impfung linker Arm. Sie haben den AstraZeneca-Joker gezogen! Noch Fragen?“ Dann der Stich. Nachher 15 Minuten hinsetzen, und das war es.
In der Nacht geht es los, mich fröstelt, mein linker Arm schmerzt, mein Kopf tut weh. Ich habe Durst. „Warum ist mir so kalt?“, frage ich mich. Tatsächlich habe ich leichtes Fieber. Ich wache immer wieder auf, schlafe sehr unruhig. Aufstehen am nächsten Tag scheint unmöglich.
„Diese Nacht war hart.“ Mit Tee, Kandiszucker und Ingwer rappele ich mich auf, nach einer Dusche fühle ich mich frisch. Leicht benommen bin ich zwar, aber das ist mir der Impfschutz wert. Zum zweiten Termin sind es wohl noch zehn Wochen.