Weniger Fälle als Tschechien, mehr als

So infektiös ist Osterreich

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Österreich ist im Mittelfeld der EU-Staaten, aber mit mehr Mutationsfällen.
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Ein Jahr nach der Pandemie ist Österreich ­sicher nicht mehr „Musterschüler“. Derzeit liegt das Land bezüglich Neuinfektionen und Covid-Todesfällen im Mittelfeld.

Brutale dritte Welle in Ungarn und Tschechien

Tschechien liegt in der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 immer noch bei 768,1 und Rekordtodeszahlen. Tschechien hatte im Dezember trotz steigender Infektionszahlen gelockert und erlebt seither ein Desaster. Schlimm ist auch die Lage in unserem Nachbarstaat Ungarn. Dort nimmt die dritte Welle gerade Fahrt auf und bringt das Land auf eine Inzidenz von 419.

In Österreich steigt das Infektionsgeschehen

Im Vergleich dazu liegt Österreich mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 198,3 noch im Mittelfeld. Aber: Hier ist die B.1.1.7-­Mutante bereits die dominierende Variante, die weit ansteckender ist. Gestern stiegen die Neuinfektionen in Österreich auf 3.126 Fälle – davon allein knapp 1.000 in Wien. Tendenz: steigend. In Italien ist die Inzidenz bereits auf 244,2 angestiegen.

Schweiz, Spanien und Dänemark unter 100

Spanien, das in der ersten Welle ähnlich brutal getroffen wurde wie Italien, hat gelernt und reagiert mit lokalen Lockdowns, wenn die Zahlen steigen. Das dürfte sich auszahlen: Das Land liegt derzeit 89,4 in der Inzidenz. Auch die Schweiz, die derzeit schärfere Regeln hat als Österreich, kommt auf Inzidenz von 93,7. Dänemark wiederum, die sogar noch mehr testen als wir, liegt mit Lockdown-Maßnahmen bei 85,9 – obwohl bei ihnen die B.1.1.7-Variante deutlich früher als in Österreich Fahrt aufgenommen hatte.

Deutschland bei 73,4 und Portugal jetzt bei 51,8

Portugal, das im Jänner hart getroffen war, kommt jetzt auf 51,8, Deutschland liegt bei 73,4 und sieht dritte Welle gestartet. Die Lage in der EU bleibt angespannt.