Infizierte nach kurzer Einweisung in Bim
Wiens Spitäler schicken Corona-Kranke mit Öffis nach Hause
Wien. Eine Status-Meldung der Klinik Hietzing vom 1. März sorgte am Donnerstag für Aufregung. Die Plattform exxpress veröffentlichte eine Lagebericht des Spitals, laut dem „die große Anzahl der infizierten Personen die Transportkapazität der zur Verfügung stehenden Krankentransporte übersteigt.“
Das führe zu stundenlangen Wartezeiten, in denen infizierte PatientInnen isoliert von anderen Personen im Container warten müssen. Die Lösung der Klinik: „Ab sofort können wir Positive jeder Test-Art mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß heimschicken, wenn es die allgemeine Gesundheit der Person erlaubt.“
WIGEV gibt zu: ›Das gilt in allen Wiener Spitälern‹
Bei einer ÖSTERREICH-Nachfrage beim Wiener Gesundheitsverbund, der für alle städtischen Spitäler zuständig ist, stellte sich rasch heraus: „Das gilt für alle Wiener Kliniken. Es ist vertretbar, weil das Risiko höher ist, wenn wir infizierte Personen stundenlang in sensiblen Spitalsbereichen sitzen lassen.“
Außerdem gebe es eine Einweisung über das richtige Tragen der FF2-Maske, dass man nichts angreifen dürfe, zwei Meter Abstand alten müsse, also das Besteigen von überfüllten Verkehrsmitteln zu unterlassen sei. Weiters sei das Taxi keine Option, weil das Halten von zwei Metern Abstand einfach unmöglich sei.
Kritik. „Da passt nichts mehr zusammen, Bürgermeister Ludwig verhindert Öffnungsschritte. Gleichzeitig werden positive PatientInnen mit Bim, Bus und Bahn nach Hause geschickt. Diese Vorgehensweise ist nicht zu verstehen“, kritisiert VP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec diese Aktion.