Wien

Wut-Brief an Ludwig: Gastro & Co. fordern frühzeitige Öffnung

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Der Handel darf morgen in Wien öffnen, Gastro, Hotellerie & Co. verlieren Weihnachtsumsätze.
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Wien. Es reicht: Die von der Lockdown-Verlängerung betroffenen Branchen Gastro, Hotellerie und Co. gehen jetzt auf die Barrikaden! ­Neben Verzweiflung und Wut hat sich vor allem Unverständnis breitgemacht. Peter Dobcak (Gastro-Obmann) hat gemeinsam mit Gerti Schmidt (Obfrau Fremdenführer), Wolfgang Binder (Obmann Kaffeesieder), Gregor Kadanka (Obmann Reiseveranstalter) und Dominic Schmid (Obmann Hotellerie) seinem Ärger Luft gemacht und einen zweiseitigen offenen Wut-Brief verfasst. Empfänger des Briefes ist Wiener Bürgermeister ­Michael Ludwig (SP).

Forderung. Morgen endet der Lockdown in der Bundeshauptstadt nur teilweise. Denn Ludwig fährt bekanntlich den harten Kurs weiter, obwohl Wien im bundes­weiten Vergleich die niedrigsten Inzidenzen aufweist. Nur der Handel sperrt auf, Gastro, Hotellerie und Co. bleiben weiterhin bis 20. Dezember geschlossen. Laut Brief fordert das Quintett eine raschere Öffnung für seine Branchen am Freitag, den 17. Dezember. Wien ­drohe ohne dieses wichtige Wochenende vor Weihnachten als Tourismus-Stadt ein noch größerer Schaden, denn das Weihnachtsgeschäft entgehe durch die Lockdown-Verlängerung und spätere Öffnung. Der Dezember sei für Gastro und Hotellerie der umsatz­stärkste Monat.

Kritik. Von „Verzweiflung“, „Wut“, „Unverständnis“ und „Beraubung der wirtschaftlichen Existenz“ ist im Brief die Rede. Des Weiteren sei „nicht nachvollziehbar, warum dabei besonders der Tourismus Leidtragender sein müsse. Kritisiert ­wurde, dass „Mitglieder während der letzten 20 Monate alle restriktiven Auflagen – und diese waren oft weit schärfer als für andere Bereiche – mitgetragen und umgesetzt“ haben. Gästeregistrierung, hygienische Maßnahmen oder 3G- bis 2G-plus- Kontrollen, alles habe man – im Gegensatz zum Handel – durchgeführt.

Appell. Gastro-Obmann Peter Dobcak appelliert: „Die Lockdown-Verlängerung erzeugt für die Gastro und den Tourismus einen ­gigantischen Schaden, denn jetzt ist unsere umsatzstärkste Zeit. Tausende Service-Mitarbeiter verlieren Trinkgeld. Bei den guten Inzidenzzahlen fehlt mir jedes Verständnis für diese harte Maßnahme.“
Info. Aus dem Bürgermeister-Büro hieß es auf ÖSTERREICH-Nachfrage: „Dazu ­äußern wir uns nicht.“