Gründer macht Angebot

Huawei offen für Anti-Spionage-Abkommen

17.04.2019

Konzern will nicht vom 5G-Ausbau in Deutschland ausgeschlossen werden

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In den Bemühungen um eine Beteiligung des chinesischen Technologiekonzerns Huawei am 5G-Mobilfunkausbau in Deutschland kommt Medienberichten zufolge Bewegung in ein Anti-Spionage-Abkommen. Huawei-Gründer Ren Zhengfei  (Bild) sagte der "Wirtschaftswoche" sowie dem "Handelsblatt", im vergangenen Monat habe es Gespräche "mit dem deutschen Innenministerium" gegeben. Das Unternehmen sei bereit, "ein No-Spy-Agreement mit der deutschen Regierung zu unterzeichnen und zu versprechen, dass Huawei keine Hintertüren in die Netzwerke einbauen wird".

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Pläne gibt es schon länger

Die "Wirtschaftswoche" hatte bereits Ende Februar berichtet, dass die deutsche Regierung ein solches Abkommen mit China abschließen will, damit Huawei nicht grundsätzlich vom Ausbau des Mobilfunknetzes 5G ausgeschlossen wird. Demnach hielt sich auch der Wirtschaftsberater im Kanzleramt bereits in China auf, "um über das Abkommen zu verhandeln".

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Gefahr für die Cybersicherheit

Huawei ist einer der weltweit führenden Netzwerkausrüster, unter anderem für den Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen. Vor allem auf Betreiben der USA stuften allerdings mehrere Länder Huawei zuletzt als potenzielle Gefahr für die Cybersicherheit ein. Huawei selbst verweist immer wieder auf seine Unabhängigkeit vom chinesischen Staat.

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Auch Regierung soll Abkommen unterschreiben

"Ich würde auch die chinesische Regierung dazu drängen, ein No-Spy-Agreement mit Deutschland zu unterzeichnen, in dem sich Peking zusätzlich dazu verpflichten könnte, sich an die EU-Datenschutz-Grundverordnung halten zu wollen", sagte Ren den Zeitungen.

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Kritik an US-Regierung

Den USA warf er im Zusammenhang mit der Verbreitung der neuen 5G-Technik eine aggressive Sichtweise vor. "Leider sehen die USA 5G-Technik als eine strategische Waffe", sagte er. Das stimme jedoch nicht. Das Huawei-Angebot im 5G-Bereich sei eher ein "Wasserhahn, aus dem die Datenpakete in den Umlauf, also ins Netzwerk, gebracht werden".

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