Betriebssystem

Was kann Windows 7 wirklich?

18.08.2009

Am 22. Oktober startet ein neues Kapitel in der Windows-Ära. Zu diesem Zeitpunkt startet der Vista-Nachfolger Windows 7. Wir zeigen die wichtigsten Verbesserungen.

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Mit Vista hatte Microsoft den Kundengeschmack einfach nicht getroffen. Die Redmonder Entwickler wollten das grandioseste Betriebssystem der Welt auf die Beine stellen, haben sich bei diesem Vorhaben jedoch in zu vielen Details verzettelt. Für herkömmliche Rechner war das System zu umfangreich und deshalb funktionierte es nicht so, wie es die Nutzer beispielsweise von XP gewohnt waren. Häufige Systemabstürze, Fehlermeldungen und andauernde Sicherheitsnachfragen brachten manchen Computernutzer an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Erst mit dem ServicePack 2, der ziemlich lange auf sich warten ließ, brachte Vista einigermaßen problemlos zum Laufen.

Windows 7 - Back to the Roots
Bei Windows 7 haben die Microsoft-Programmierer aus diesen Fehlern gerlernt und das System wieder abgespeckt. Sicherheitsnachfragen werden wieder nur in äußersten Notfällen gestellt und auch die von vielen kritisierte Sidebar taucht beim neuen System nicht mehr auf. Deshalb können die User ihre Widgets/Gadgets in Zukunft wieder dort am Desktop platzieren, wo sie diese selbst als richtig empfinden.

Vernetzung mehrerer Rechner leicht gemacht
Mit den Anwendung "HomeGroup" und "MediaSharing" können Rechner welche mit Windows 7 laufen ganz einfach miteinander vernetzt werden. Mehrere Rechner eines Haushalts (WG, Familie, etc.) können mit "HomeGroup" kinderleicht zu einem Netzwerk zusammengeschlossen werden. So können alle Haushaltsmitglieder auf den vernetzten Rechnern auf alle freigegebenen gespeicherten Dateien zugreifen. Videos, Fotos oder Musiktitel müssen nicht mehr auf jedem einzelnen Rechner installiert werden, sondern können von jedem beliebigen Computer bedient werden. "MediaSharing" ermöglicht, dass der Nutzer Videos oder Musiktitel die nur auf einem Rechner gespeichert sind, auch in anderen Räumen wiedergegeben werden können.

Mehr Speed
Das Windows 7-Entwicklerteam verspricht auch eine merkliche Beschleunigung des Systems, was gegenüber Vista auch nicht schwer zu realisieren gewesen sein wird. So sollen mit Windows 7 Anwendungen wie Datenspeicherung, das Öffnen von Dateien, das Ein- und Ausschalten des Computers viel schneller funktionieren als mit dem Vorgängersystem. Ermöglicht wurde dieses schnellere Rechnen des Computers durch einen einfachen Trick: Anstatt wie üblich bei bestimmten Systemprozessen auf den Hauptspeicher zurückzugreifen, werden manche dieser Prozesse rein über den Speicher der Grafikkarte abgewickelt. Dadurch bleibt die volle Systemleistung aufrecht.

Benutzeroberfläche mit neuen Features
Für Windows 7 wurde eine "intelligente" Taskleiste (Symbolleiste ganz unten) programmiert, welche über diverse neue Features verfügt. Sogenannte Sprunglisten (siehe Screenshot) zeigen zu einem Programmsymbol die zuletzt mit dieser Anwendung geöffneten Dateien an. Wenn in einem Programm (Bsp.: Internet Explorer) mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet sind, werden die verschiedenen Symbole übersichtlich übereinander gelegt. Aufgrund dieses Features behält man alle geöffneten Programme im Auge und muss nicht ständig alle Fenster minimieren um zu einem bestimmten Programm zu wechseln. Und auch die Außenränder des Bildschirms bekommen mit dem neuen Betriebssystem eine völlig neue Funktion. Wenn man offene Fenster an einen Seitenrand verschiebt, entfaltet sich dieses genau auf die halbe Größe des Monitors. Führt man diese Aktion an beiden Seiten (links und rechts) aus, erhält man automatisch zwei exakt gleich große Fenster, wodurch das Arbeiten in manchen Situationen merklich erleichtert wird. Schiebt man ein Fenster an den oberen Rand, öffnet es sich automatisch über den vollen Bildschirm.

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