2026 wird intensiv
Pollensaison gestartet: So können Sie sich laut Experten schützen
25.02.2026Niesreiz, tränende Augen oder Atembeschwerden: Mit dem Frühling beginnt für viele Menschen auch wieder die Allergiesaison. Laut Expert:innen könnte die Pollenbelastung in Österreich heuer überdurchschnittlich ausfallen. Wer frühzeitig vorsorgt, kann Beschwerden jedoch deutlich reduzieren.
Die Prognosen der Allergieforschung deuten darauf hin, dass Allergiker:innen in diesem Jahr mit einer stärkeren Belastung rechnen müssen als zuletzt. Grund dafür sind günstige Wachstumsbedingungen: Viele Pflanzen haben besonders viele sogenannte Kätzchen gebildet - jene Blütenstände, in denen sich die Pollen entwickeln. Milde Temperaturen zu Jahresbeginn haben zudem dafür gesorgt, dass einige Frühblüher früher als üblich aktiv wurden.
Hasel und Erle: Die Saison hat bereits begonnen
Vor allem die Hasel ist derzeit vielerorts bereits in voller Blüte. Sobald die Temperaturen steigen und sonnige Tage einsetzen, nimmt die Pollenkonzentration deutlich zu. Fachleute empfehlen daher, längere Aufenthalte in unmittelbarer Nähe stark blühender Sträucher möglichst zu vermeiden, da die Belastung dort besonders hoch ist.
Auch bei der Erle bleibt die Situation angespannt. Während manche Arten bereits abklingen, beginnen andere gerade erst zu blühen. Menschen mit entsprechender Allergie sollten aktuell besonders aufmerksam sein, vor allem bei Spaziergängen und Outdoor-Sport.
Birkenpollen ab Mitte März erwartet
Ein weiterer Höhepunkt der Pollensaison könnte ab Mitte März folgen: Birken weisen heuer vielerorts viele männliche Blütenstände auf, was auf eine intensivere Pollenphase hindeutet. Wie stark diese tatsächlich ausfällt, hängt vor allem von Wetterbedingungen wie Wärme und Trockenheit ab.
Was jetzt hilft: Tipps für den Alltag
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Pollenbelastung im Alltag spürbar reduzieren:
- Richtig lüften: In Städten empfiehlt sich Lüften am Abend zwischen 19 und 24 Uhr. Auf dem Land ist die Belastung meist früh morgens zwischen 6 und 8 Uhr am geringsten.
- Wäsche nicht im Freien trocknen: Pollen bleiben leicht an Textilien haften und gelangen sonst direkt in die Wohnung.
- Haare vor dem Schlafengehen waschen: So verhindern Sie, dass sich Pollen über Nacht auf dem Kopfkissen sammeln.
- Schlafzimmer pollenarm halten: Kleidung möglichst außerhalb des Schlafzimmers wechseln und lagern.
- Augen schützen: Eine Sonnenbrille reduziert den direkten Kontakt von Pollen mit den Augen.
- Medizinische Beratung nutzen: Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über geeignete Medikamente wie Antihistaminika, Nasensprays oder Augentropfen.
- Pollenprognosen verfolgen: Apps und Vorhersagen etwa der MedUni Wien oder von GeoSphere Austria helfen dabei, besonders belastete Tage besser einzuplanen.
Auch wenn die Pollensaison heuer intensiver ausfallen könnte, lässt sich mit der richtigen Vorbereitung vieles abfedern.