Leere Speicher?

Sonne tanken Ende Februar: Die überraschende Wirkung auf unsere Vitamin-D-Speicher

Endlich blitzt sie wieder durch! Nach den grauen Winterwochen lockt die Februar-Sonne nach draußen. Doch während wir die Gesichter ins Licht halten, stellt sich die alles entscheidende Frage: Reicht eine Stunde an der Sonne schon aus, um unseren leeren Vitamin-D-Speicher zu füllen? 

Nach dem langen Winter sind wir buchstäblich „ausgehungert“. Wir sehnen uns nach Licht, Wärme und dem wertvollen „Sonnenhormon“ Vitamin D. Doch wer glaubt, dass ein einstündiger Spaziergang auf der Ringstraße Ende Februar ausreicht, um den Mangel zu beheben, der irrt sich gewaltig. 

Sonne tanken Ende Februar: Die überraschende Wirkung auf unsere Vitamin-D-Speicher
© Getty Images

Das Problem mit dem Breitengrad

Obwohl die Sonne Ende Februar schon kräftig scheint, gibt es ein physikalisches Problem: den Einstrahlungswinkel. Damit unsere Haut Vitamin D produzieren kann, benötigen wir eine bestimmte Menge an UVB-Strahlung. 

In Wien beispielsweise steht die Sonne im Februar schlichtweg noch zu tief. Die UVB-Strahlen werden durch die Atmosphäre fast vollständig gefiltert. Als Faustregel gilt: Ist dein Schatten länger als du selbst, findet so gut wie keine Vitamin-D-Synthese statt. In Österreich ist das Ende Februar leider den Großteil des Tages der Fall. 

Warum die Stunde in der Sonne trotzdem ein „Muss“ ist

Bedeutet das, wir können gleich drinnen bleiben? Absolut nicht! Auch wenn das Vitamin D noch auf sich warten lässt, bewirkt eine Stunde Sonne im Februar in Wien Wunder für unsere Psyche: 

  • Glückshormon-Kick: Das helle Licht stoppt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und kurbelt die Ausschüttung von Serotonin an. Das vertreibt den Winterblues sofort!
  • Biologische Uhr: Das Licht signalisiert unserem Körper, dass der Frühling naht, was den Stoffwechsel aktiviert.
  • Wärme-Effekt: Die Infrarotstrahlung entspannt die Muskulatur und fördert die Durchblutung. 

Die bittere Wahrheit: So füllen Sie den Speicher wirklich

Laut Studien leiden im Februar besonders viele unter einem Vitamin-D-Mangel. Um die Eigenproduktion wirklich anzukurbeln, helfen jetzt nur zwei Dinge: 

  1. Check-up beim Arzt: Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Status bestimmen, bevor Sie wahllos Präparate schlucken.
  2. Supplementierung: Hochwertige Tropfen oder Kapseln sind im Februar oft der einzige Weg, um aus dem „Keller-Level“ herauszukommen.
  3. Ernährung als Support: Fetter Fisch (wie Lachs), Eier und Pilze enthalten zwar Vitamin D, können die Sonne aber leider nicht voll ersetzen.

 

Genießen Sie die Stunde in der Sonne für Ihre Seele und Ihre Laune, sie ist der perfekte Stresskiller! Für Ihr Vitamin-D-Konto müssen Sie allerdings noch ein wenig nachhelfen oder auf den echten Frühlings-Boost im April warten.

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