Fasten und Detox-Kuren liegen voll im Trend. Doch was für die einen der ultimative Gesundheits-Boost ist, kann für andere zum riskanten Spiel mit der Gesundheit werden. Expert:innen warnen: In diesen fünf Fällen sollten Sie die Finger vom Fasten lassen!
Obwohl der bewusste Verzicht auf Nahrung viele Vorteile für den Stoffwechsel haben kann, ist Fasten kein Allheilmittel. Besonders wenn der Körper unter Höchstleistung steht oder sich in einer sensiblen Entwicklungsphase befindet, kann der Hunger-Modus schwere Folgen haben.
1. Marathon-Vorbereitung: Vienna City Marathon am 19. April
Lauf-Fans aufgepasst: Wer am 19. April beim Vienna City Marathon an den Start geht, braucht Energie und zwar reichlich! Mitten in der intensiven Trainingsphase auf Nahrung zu verzichten, ist fatal. Ihr Körper benötigt Glykogenreserven für die langen Läufe und Proteine für die Regeneration der Muskeln. Wer jetzt fastet, riskiert Leistungseinbußen, Verletzungen oder einen totalen Zusammenbruch kurz vor dem Ziel auf der Ringstraße.
2. Frauen mit unregelmäßigem Zyklus
Das weibliche Hormonsystem reagiert extrem sensibel auf Energiemangel. Wenn Sie ohnehin mit einem unregelmäßigen Zyklus kämpfen, kann Fasten das hormonelle Chaos perfekt machen. Der Körper schaltet bei Nahrungsentzug in den Überlebensmodus und drosselt die Produktion von Hormonen. Die Folge: Die Periode kann komplett ausbleiben, was langfristig die Knochengesundheit und Fruchtbarkeit gefährdet.
3. Schwangere und Stillende
Hier gilt ein striktes Fasten-Verbot! Während der Schwangerschaft und Stillzeit hat der Körper einen massiv erhöhten Nährstoffbedarf. Sie essen und trinken in dieser Zeit für zwei. Ein Nährstoffmangel durch Fasten kann nicht nur die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen, sondern auch die Milchproduktion massiv stören. Genuss und eine ausgewogene Ernährung haben jetzt oberste Priorität.
4. Kinder und Jugendliche
Hände weg von Diäten und Fasten-Experimenten bei Heranwachsenden! Da sich der Körper noch im Wachstum befindet, ist eine kontinuierliche Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Energie lebensnotwendig. Fasten kann in dieser Phase zu Wachstumsstörungen führen und, noch gefährlicher, ein gestörtes Essverhalten fördern, das im schlimmsten Fall in einer Essstörung endet.
5. Menschen mit Typ-1-Diabetes
Für Typ-1-Diabetiker ist Fasten ein riskanter Balanceakt, der niemals ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt werden darf. Das größte Risiko: Gefährliche Unterzuckerungen (Hypoglykämien). Da die Insulindosis exakt auf die Kohlenhydrataufnahme abgestimmt sein muss, kann ein plötzlicher Nahrungsverzicht den Blutzuckerspiegel in den Keller treiben lassen, was im schlimmsten Fall zu Bewusstlosigkeit führt.
Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Wenn Sie sich unsicher sind, ob Fasten für Sie geeignet ist, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Hausarzt bzw. mit ihrer Hausärztin.