Erkrankt

Norovirus-Alarm: 140 Kinder an Schule infiziert

An einer Volksschule in Bad Laer im Landkreis Osnabrück im deutschen Bundesland Niedersachsen haben sich mehr als 140 Kinder mit dem Norovirus infiziert.  

Das Virus sei inzwischen bei 144 Schülerinnen und Schülern sowie bei sechs Lehrkräften nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher des Landkreises. Über den Fall hatte zuerst die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet.

Zusätzlich seien 53 Schüler einer Oberschule im selben Ort betroffen. Die ersten Krankheitsfälle seien am Dienstag bekanntgeworden, sagte der Sprecher. Erst seit der vergangenen Nacht stehe jedoch nach Laboruntersuchungen fest, dass es sich um das Norovirus handle. Wie das Virus in die Schule gelangt sei, sei weiterhin unklar.

Erreger werden meist über Schmierinfektionen übertragen

In Bad Laer ist eine vergleichsweise hohe Zahl von Schülerinnen und Schülern betroffen. In Stadt und Landkreis Göttingen kam es im Juni 2023 zu einem Norovirus-Ausbruch in Kindertagesstätten und Schulen. Anfang 2020 musste eine Volksschule im Kreis Böblingen vorübergehend geschlossen werden, nachdem Schüler an Brechdurchfall erkrankt waren.

Die Ausbrüche zeigen, dass Noroviren besonders in Bildungseinrichtungen problematisch sind, da sie hochansteckend sind und sich über Schmierinfektionen schnell verbreiten. Sie sind eine der häufigsten Ursachen für akute Magen-Darm-Infektionen. Typische Symptome sind plötzlich einsetzendes starkes Erbrechen und Durchfall, häufig begleitet von Übelkeit und Bauchschmerzen.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten