Zuerst bitterkalt, jetzt wieder frühlingshaft warm: Der schnelle Wetterumschwung beschert vielen von uns pochende Kopfschmerzen oder gar heftige Migräne-Attacken. Bevor Sie jedoch verzweifelt den Medizinschrank plündern, sollten Sie diese überraschenden Hausmittel kennen!
Wer schon einmal eine Migräne hatte, weiß: Das ist kein "bisschen Kopfweh". Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit, von der rund 15 Prozent der Bevölkerung betroffen sind – Frauen sogar dreimal so häufig wie Männer. Neben dem unerträglichen Pochen kämpfen Betroffene oft mit Übelkeit, Schwindel, Benommenheit oder extremen Sehstörungen. Die Auslöser lauern überall: Stress, Schlafmangel, tanzende Hormone oder eben das verrückte Wetter. Wenn die Attacke zuschlägt, muss schnelle Hilfe her.
Neben den klassischen Schmerzmitteln gibt es überraschende "Gamechanger" aus der Natur und dem Haushalt. Hier sind die besten Tricks!
Heiße Füße, kühler Kopf: Der Durchblutungs-Trick
Klingt absurd, ist aber genial: Stellen Sie Ihre Füße bei einer anrollenden Attacke in heißes Wasser! Warum das funktioniert? Bei Migräne spielt die Durchblutung im Gehirn eine zentrale Rolle. Das heiße Fußbad erweitert die Blutgefäße im Unterkörper und zieht das Blut förmlich nach unten. Weniger Blutfluss im Kopf bedeutet auch weniger Druckgefühl!
Am besten kombinieren Sie die Wärme unten mit Kälte oben. Legen Sie sich ein eiskaltes Tuch in den Nacken oder auf die Stirn. Die Kälte verengt die Gefäße im Kopf zusätzlich und nimmt den pulsierenden Schmerz.
Kaffee mit Zitrone
Es kostet vielleicht etwas Überwindung, aber dieser Drink hat es in sich: Kaffee mit einem kräftigen Spritzer Zitrone. Während sich bei einer Migräne die Blutgefäße im Gehirn schmerzhaft erweitern, sorgt das Koffein dafür, dass sie sich wieder zusammenziehen. Das Vitamin C der Zitrone kurbelt zudem die körpereigene Schmerzhemmung an. Bei leichten bis mittleren Attacken ist dieses Duo eine echte Geheimwaffe!
Die Wunderknolle Ingwer
Dass Ingwer bei Magenbeschwerden hilft, ist kein Geheimnis. Doch die scharfe Wurzel kann noch viel mehr! Eine Studie hat gezeigt, dass Ingwerpulver bei Migräne (ohne Aura) den Schmerz und die Dauer der Attacke ähnlich gut lindern kann wie das gängige Migräne-Medikament Sumatriptan – nur eben mit deutlich weniger Nebenwirkungen. Die Schärfe regt zudem den Magensaft und die Darmbewegung an, was den Ingwer zum perfekten Helfer gegen die typische Migräne-Übelkeit macht.
Power aus der Natur: Ätherische Öle
Der betörende Duft von Lavendel, die Frische von Pfefferminz, Eukalyptus oder Zitrone: Ätherische Öle sind ein Segen für schmerzende Köpfe. Sanft in Schläfen, Stirn, Nacken oder sogar in die Fußsohlen einmassiert, können sie wahre Wunder wirken. Besonders für Pfefferminzöl ist der lindernde Effekt bei Migräne-Kopfschmerzen sogar wissenschaftlich nachgewiesen worden.
Dem Schmerz davonlaufen
Wer der Migräne langfristig den Kampf ansagen will, sollte die Laufschuhe schnüren. Regelmäßiger Ausdauersport, wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren, ist eine der besten Methoden, um Symptomen vorzubeugen. Der Grund? Ihr Gehirn wird mit einer Extraportion Sauerstoff versorgt, der Stoffwechsel kommt in Schwung und der Körper lernt, besser zu entspannen.