Alarmierende Zahlen

Fast ein Drittel der Europäer leidet an Schlafstörungen!

Millionen Europäer finden nachts keine Ruhe mehr. Eine neue Studie mit österreichischer Beteiligung deckt jetzt das schockierende Ausmaß unserer Schlaflosigkeit auf: Fast jeder Dritte kämpft mit gefährlichen Schlafstörungen.

Wälzen Sie sich nachts auch stundenlang hin und her? Damit sind Sie nicht allein! Was viele als bloße „Müdigkeit“ abtun, hat sich längst zur bedrohlichen Volkskrankheit ausgewachsen. Eine aktuelle Datenanalyse, die im Fachmagazin European Journal of Neurology veröffentlicht wurde, zeigt: Schlafstörungen sind in Europa viel häufiger als bisher befürchtet.

Die Schock-Zahlen: 31 % der Europäer sind betroffen

Ein internationales Forscherteam, unter anderem mit Experten der MedUni Wien, hat Daten aus 47 europäischen Ländern unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist ein Weckruf: Stolze 31 Prozent der Erwachsenen leiden unter behandlungsbedürftigen Schlafproblemen.

Besonders brisant: Die Dunkelziffer könnte noch viel höher liegen, da viele Betroffene ihre Symptome gar nicht ernst nehmen. Doch wer dauerhaft schlecht schläft, riskiert einen massiven „Gehirn-Burnout“ und schwere körperliche Folgeschäden.

Fast ein Drittel der Europäer leidet an Schlafstörungen!
© Getty Images

Das sind die 3 größten „Schlaf-Killer“:

  • Obstruktive Schlafapnoe (OSA): Mit 18 % die häufigste Störung. Hierbei kommt es zu gefährlichen Atemaussetzern im Schlaf – ein Turbo-Stressor für das Herz-Kreislauf-System!
  • Insomnie (Schlaflosigkeit): 10 % der Menschen finden keine Ruhe, leiden unter Ein- oder Durchschlafstörungen.
  • Restless-Legs-Syndrom (RLS): 3 % der Bevölkerung quälen sich nachts mit unruhigen, zappelnden Beinen.

Experten-Warnung: „Schlaf wird sträflich vernachlässigt“

Die Studie, an der auch Prof. Dr. Thomas Berger von der Universitätsklinik für Neurologie in Wien mitwirkte, macht deutlich: Schlaf ist kein Luxus, sondern ein Grundpfeiler unserer Gesundheit.

„Die unerwartet hohe Häufigkeit und die erhebliche wirtschaftliche Belastung stehen im Gegensatz zur allgemein vernachlässigten Rolle der Schlafgesundheit“, betonen die Studienautoren rund um Claudio Bassetti (Universität Bern).

Besonders alarmierend sind auch die damit verbundenen Kosten: Allein die Schlafapnoe verursacht in Europa Kosten von 184 Milliarden Euro pro Jahr – durch Arztbesuche, aber vor allem durch Arbeitsausfälle und Unfälle. Schlaflosigkeit schlägt mit weiteren 158 Milliarden Euro zu Buche.

Fast ein Drittel der Europäer leidet an Schlafstörungen!
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So schützen Sie sich vor der Schlaf-Falle

Schlafstörungen sind kein Schicksal! Wenn Sie sich tagsüber ständig wie gerädert fühlen oder Ihr Partner Atemaussetzer bei Ihnen bemerkt, sollten Sie aktiv werden.

  • Check-up beim Profi: Ein Termin im Schlaflabor kann klären, ob eine Schlafapnoe vorliegt.
  • Schlaf-Routine: Gehen Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett, um Ihren Biorhythmus zu stabilisieren.
  • Digital Detox: Blaulicht von Smartphones ist ein Melatonin-Killer. Mindestens eine Stunde vor dem Schlafen: Handy weg!

Die neue Studie beweist, dass wir Schlaf endlich als das behandeln müssen, was er ist: Die wichtigste Regenerationsphase für unseren Körper. Wer die Warnsignale ignoriert, zahlt am Ende mit seiner Gesundheit.

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