Weinstein: 30 Jahre lang Missbrauch

Hollywood-Sexskandal: Die Liste der Promi-Opfer

11.10.2017

Das Schweigen ist gebrochen: Immer mehr Top-Stars beschuldigen den Star-Produzenten.

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So ein Drehbuch wäre selbst dem ehemaligen King of Hollywood nicht eingefallen: Jetzt tauchen die ganz großen Namen der Film-Fabrik im Sex-Skandal um Star-Produzent Harvey Weinstein (65) auf – sie alle sagen, er habe sie missbraucht. Der Film-Mogul (6 Oscars) soll drei Jahrzehnte lang aufstrebende Frauen im Filmbusiness sexuell belästigt haben, ihnen dafür die große Kar­riere versprochen haben. Diese Promis klagen an:

  • Angelina Jolie (42): In der New York Times erzählt der Superstar von „schlechten Erfahrungen“ mit Weinstein in ihrer Jugend: „Als Ergebnis habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten, und andere vor ihm zu warnen.“

  • Gwyneth Paltrow (45): Als 22-Jährige habe sie der Produzent in einem Hotelzimmer angefasst und massieren wollen. Sie weigerte sich, rief ihren damaligen Freund Brad Pitt um Hilfe.

  • Rosanna Arquette (58): Weinstein wollte, dass sie seinen Penis berühre. Sie konnte fliehen.

  • Mira Sorvino (50): Er bedrängte sie in einem Hotel.

  • Ashley Judd (49): Sie hätte Weinstein beim Duschen zusehen sollen.

  • Rose McGowan (44): Sie schweigt über die Details, bekam aber 100.000 Dollar nach einer außergerichtlichen Einigung.

  • Lucia Evans: „Seine Anwesenheit war einschüchternd“ – er wollte Oral-Sex.

Schauspielerin Argento: 
›Er versetzte mich in Panik‹

Enthüllt. Der Skandal um Weinstein wird täglich schlimmer. Jetzt beschuldigen ihn drei Frauen im Magazin New Yorker der Vergewaltigung. Eine davon:

  • Asia Argento (42): Die italienische Schauspielerin sagt, er soll sie vor 20 Jahren zu Oral-Sex gezwungen haben, „er versetzte mich in Panik“.

„Schmerz“. Seiner Ehefrau reicht es. Die Mode­designerin Georgina Chapman (41) hat ihn verlassen: „Ich leide mit allen Frauen nach diesen unverzeihlichen Aktionen. Sie haben unermesslichen Schmerz erlitten.“

Model Gutierrez: "Du hast meine Brüste berührt"

Die Polizei stattete Weinstein-Opfer Ambra Battilana Gutierrez mit einem versteckten Mikro aus. Das Gespräch fand im Eingang seines Hotelzimmers statt.

Ambra Battilana Gutierrez: Was machen wir?

Harvey Weinstein:
Ich nehme eine Dusche, du setzt dich einfach.

Gutierrez:
Ich will nicht. Gestern war für mich zu ­aggressiv.

Weinstein:
Ich weiß.

Gutierrez:
Ich muss einen Mann gut kennen, bevor er mich angreifen darf.

Weinstein:
Ich werde nichts machen.

Gutierrez:
Ich will nicht berührt werden.

Weinstein:
Bitte. Bring mich nicht in Verlegenheit. Man kennt mich hier … geh ins Bad.

Gutierrez:
Bitte, ich will nicht gezwungen werden, etwas zu tun, was ich nicht will.

Weinstein:
Geh ins Bad. Hey, komm her. Hör mir zu.

Gutierrez:
Ich will hinunter (in die Lobby; Anm.).

Weinstein:
Ich werde nichts tun, danach wirst du mich nie wiedersehen.

Gutierrez:
Aber gestern hast du meine Brüste berührt.

Weinstein:
Bitte, es tut mir leid, komm einfach rein. Ich bin daran gewohnt.

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