"Hinter den Spiegeln"
Alice reist wieder ins "Wunderland"
Vor mittlerweile sechs Jahren sorgte der Regie-Exzentriker Tim Burton ("Sleepy Hollow", "Planet der Affen") mit seiner kongenialen Verfilmung von Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker "Alice im Wunderland" für Furore. Das Fantasy-Spektakel mit Mia Wasikowska und Johnny Depp in den Hauptrollen entpuppte sich 2010 als Publikumserfolg und bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreichster 3D-Film überhaupt.
Halbherzig
Jetzt liegt die Fortsetzung "Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" (ab Donnerstag im Kino) vor, und eine Wiederholung dieses Triumphs dürfte fraglich sein. Burton fungiert diesmal nur als Produzent, Regie führt James Bobin ("Die Muppets"), aber an den hinreißenden Zauber und spleenigen Charme des Vorgängers kann dieser halbherzige Nachklapp leider nicht anknüpfen. Drehbuchautorin Linda Woolverton ("Der König der Löwen") gelingt es nur in Ansätzen, die Fantasy-Saga schlüssig weiterzuerzählen. Auf Wunder kann man als Zuschauer hier kaum hoffen.
Alter Cast
Zu Beginn erleben wir Alice, wiederum gespielt von Mia Wasikowska, die als Kapitänin auf hoher See das Schiff ihres verstorbenen Vaters durch alle Stürme führt. Wir haben es also mit einer emanzipierten, tatkräftigen jungen Frau zu tun. Aber sobald Alice dann mittels des magischen Spiegels im Wunderland ankommt, ist sie eben wieder eher das kleine staunende Mädchen - geschrumpft auf Normalmaß.