Blutige Gewaltszenen

Angelina Jolies "Unbroken"

© Universal Pictures
Angelina Jolies zweite Regiarbeit kommt am 15. Jänner ins Kino.
Zur Vollversion des Artikels

Ein Hollywood-Ehepaar tritt gegeneinander an: Gerade startete in den Kinos "Herz aus Stahl" mit Brad Pitt als gegen die Nazis kämpfendem US-Panzerkommandanten. Ab Donnerstag bringt seine Frau Angelina Jolie ihre zweite Regiearbeit "Unbroken" auf die Leinwand - die wahre Geschichte des US-Amerikaners Louis "Louie" Zamperini (1917- 2014).

Hollywood-Epos
Der Film hat eigentlich alles, was ein großes Hollywood-Epos braucht: Die tragische Lebensgeschichte von Zamperini, der im Zweiten Weltkrieg den Absturz seines Kampfflugzeugs überlebt, 47 Tage auf offener See in einem Schlauchboot ausharrt und schließlich von den Japanern gefangen genommen und gefoltert wird. Ein ausgeklügeltes Drehbuch der legendären Regie-Brüder Joel und Ethan Coen ("No Country for Old Men").

Dramatische Filmmusik von Alexandre Desplat ("Philomena", "The King's Speech"). Solide Darsteller wie Jack O'Connell ("300: Rise of an Empire") als Louie und den japanischen Popstar Miyavi als seinen brutalen Peiniger. Als Regisseurin die weltberühmte, hinter der Kamera extrem ambitionierte Oscar-Preisträgerin Angelina Jolie. Und: Nach 137 Minuten voller Gewalt und Todesangst ein versöhnliches Ende.

Flashbacks
In Rückblenden erzählt "Unbroken" (basierend auf dem Roman von Laura Hillenbrand) auch von Zamperinis schwieriger Jugend bis zu seiner Teilnahme als Läufer bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin und illustriert damit pathetisch den Amerikanischen Traum, durch eigene Kraft und mit Ehrgeiz etwas Großes zu schaffen.

Jolie als ernstzunehmende Regisseurin
Jolie will mehr sein als der glamouröse Part von "Brangelina". Sie will als Regisseurin und politisch denkende, kritische Zeitgenossin ernst genommen werden. Dabei hat sie das mit ihren humanitären Einsätzen als UN-Sonderbotschafterin bereits erreicht. Nach zwei Filmen über Krieg und gewalttätige Konflikte will Jolie demnächst dann auch wieder leichtere Kost ins Kino bringen: Für den Beziehungsfilm "By the Sea" hat sie ihren Ehemann engagiert und steht auch selbst wieder vor Kamera. "Es geht um die Ehe", so Jolie. "Das ist eine andere Art von Konflikt."