Film-Hit
„The Souffleur": Willem Dafoe will im Kino Abriss von Wiener Hotel verhindern
06.02.2026"The Souffleur" liefert ab 13. Februar einen Liebesbrief an eine Wiener Hotelikone. Willem Dafoe spielt dabei den Manager des „Intercontinental“ am Heumarkt
„Im Grunde geht es um einen Mann, der sich ein Leben aufgebaut hat, das nun bedroht ist, sodass er in Panik gerät - und diese Panik führt schließlich zu einer Art Befreiung.“ Hollywood Legende Willem Dafoe („Platoon“) setzt nun mit „The Souffleur" Wien ein filmisches Denkmal. Schließlich spielt er ja Hotelmanager Lucius, der versucht, den Abriss des Intercontinental zu verhindern. Nach der Premiere bei der Viennale, wo er im Gartenbaukino sogar Getränke ausschenkte (oe24 berichtete, öffnet Dafoe damit nun ab 13. Februar in unseren Kinos sein Wiener-Herz. „Meine Erinnerung an Wien wurde wirklich durch die Arbeit an diesem Film geprägt!“ Kein Wunder: Für die Dreharbeiten war er ja im Herbst 2024 für 15 Tage in Wien.
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"Das Intercontinental sei wie ein riesiges Schiff. Die Balkone sind die Brücken und die Terrassen sind die Decks. Und das Meer ist die Eislaufbahn unten“, meint Lucius (Dafoe) und versucht als Manager des ehrwürdigen Wiener Hotels dessen Untergang zu verhindern. Denn ein großspuriger argentinischer Investor, gespielt von Regisseur Gastón Solnicki, plant den Abriss. Der schleichende Verfall ist jedenfalls ersichtlich: im Maschinenraum, den Kabinen und auf dem zugefrorenen Meer der Eislaufbahn. Sogar die legendären Soufflés schmecken nicht mehr.
Doch wer offen ist für Erfahrungen, so Dafoe kämpferisch verzweifelt, „kann hier viele schöne Dinge entdecken“. Das gilt auch für diesen wundersamen Essayfilm, in dem der alte Charme des bald nicht mehr existierenden Wahrzeichens zu etwas einzigartig Schönem wird.
Rund um Lucius kommen die unterschiedlichsten Laiendarsteller im Film vor, vom Barkeeper zum Herrenschneider, der eine Anekdote von Billy Wilder erzählt. Immer wieder streut Solnicki alte Schwarz-Weiß-Bilder aus der Vergangenheit in den Film - auch von sich selbst. Hin und wieder wenden sich einige Hotelangestellte der Kamera zu und nennen ihren Namen. Es hat alles einen semi-dokumentarischen Touch. „Es geht nicht so sehr darum, was wir im Leben wollen, sondern darum, was wir zu verlieren fürchten“, so Dafoe