Ab 5. 12 im Kino

Woody Allens "Magic in the Moonlight"

© 2014 Warner Bros. Ent.
Die neue Woody Allen-Komödie mit Colin Firth und Emma Stone.
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Jedes Jahr aufs Neue dreht Woody Allen einen neuen Film, Höhepunkte und Enttäuschungen wechseln sich ab. Dass der bald 79-Jährige mit "Blue Jasmine" zuletzt einen Triumph feierte und seiner Hauptdarstellerin Cate Blanchett einen Oscar einbrachte, tut dem neuesten Werk nicht gut: Als zu seicht und schwach wird die charmante Komödie "Magic in the Moonlight" vielerorts zerrissen. Doch wer Allen-Filme mag, wird auch diesen lieben.

Stanley und Sophie
Spätestens mit Stanleys Sinneswandel hin zur Spiritualität verliert "Magic in the Moonlight" an Fahrt, ist es doch das gewitzte Ping-Pong-Spiel zwischen dem zutiefst sarkastischen, unemotionalen Stanley und der strahlenden, optimistischen Sophie, das die vorhersehbare Geschichte trägt. Als "wunderschön" bezeichnet Sophie an einer Stelle das azurblaue Meer, während Stanley den Anblick mit "Es ist ein Handelsweg" quittiert.

Ungeschickte Flirts
Geflirtet wird von beiden Seiten äußerst ungeschickt - kommt etwa Stanleys Hinweis, Sophie habe "eine annehmliche äußere Erscheinung", am ehesten einem Kompliment nahe. Am Ende vermitteln sie charmant die Frage, ob man mit dem Glauben an Unglaubliches glücklicher ist und Liebe als einzige Magie bleibt.

Oscar-Preisträger Colin Firth ("The King's Speech") lässt in seiner Darstellung des für Allen-Filme untypisch nicht-neurotischen Charakters mitunter Erinnerungen an "seinen" Mr. Darcy aus der Jane-Austen-Verfilmung "Stolz und Vorurteil" wach werden, während die zierliche, großäugige Emma Stone ("The Amazing Spider-Man") durchaus Parallelen zu Allens früheren Subjekten der Begierde wie Mia Farrow aufweist.

Trailer zu "Magic in the Moonlight"
Regie: Woody Allen
Mit: Colin Firth, Emma Stone,