Kampf gegen Gewalt
Königin Camilla trifft Gisèle Pelicot - Gespräch dauerte 30 Minuten
24.02.2026London – Königin Camilla (77) empfing Gisèle Pelicot (73), die Frau, deren Schicksal ganz Frankreich erschütterte. Beide eint an diesem Tag ein zentrales Thema: der Kampf gegen sexuelle Gewalt.
Gisèle Pelicot wurde nach einem grausamen Missbrauchsfall zur Stimme für Betroffene sexualisierter Gewalt. Ihr Ex-Mann Dominique Pelicot (73) hatte über Jahre mehr als 80 Männer eingeladen, sie zu vergewaltigen, während er sie mit Medikamenten betäubte. Der Prozess dauerte fast vier Monate und endete im Dezember 2024 mit 51 Verurteilungen.
Pelicot veröffentlichte kürzlich ihre Memoiren „Eine Hymne an das Leben. Die Scham muss die Seiten wechseln“ und setzt sich weiterhin für Opfer sexueller Gewalt ein.
Solidarität von Königin Camilla
Auch Königin Camilla engagiert sich seit Jahren gegen häusliche und sexuelle Gewalt. Sie nutzt ihre Bekanntheit, um auf das Leid von Betroffenen aufmerksam zu machen und das Schweigen zu brechen. Erst kürzlich sprach sie öffentlich über einen sexuellen Angriff, den sie als Teenager in einem Zug erlebte.
Am Montag trafen sich die beiden Frauen im Clarence House in London. Ein gemeinsames Foto wurde vom Palast veröffentlicht, weitere Aufnahmen zeigen sie während ihres persönlichen Gesprächs.
Treffen ging 30 Minuten
Der Palast erklärte: „Die Königin engagiert sich seit vielen Jahrzehnten für die Unterstützung von Überlebenden sexuellen und häuslichen Missbrauchs und schrieb Madame Pelicot nach dem Prozess im Jahr 2024 einen Brief.“ Laut dem britischen Mirror sei Pelicot von dem Schreiben, in dem Königin Camilla ihre „außergewöhnliche Würde und ihren Mut“ lobte,„überwältigt“ gewesen. Der Brief hängt nun gerahmt in ihrem Büro.
Während des 30-minütigen Treffens soll Camilla über Pelicots Memoiren gesagt haben: „Ich habe sie in den letzten zwei Tagen gelesen, ich konnte sie nicht aus der Hand legen.“
Der Palast betonte: „Madame Pelicots Mut, sich für alle Opfer einzusetzen, hat ihr weltweite Bewunderung eingebracht.“