Neues Buch

GRISHAM wie man ihn nicht kennt

29.03.2026

DAS VERMÄCHTNIS ist der neue Wurf des Bestsellerautors.

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© Chris Gunn
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Der neue Krimi vom amerikanischen Spannungsliteraturexperten John Grisham ist anders, als wir Lesende es von ihm gewohnt sind. Denn dieses Mal wagt sich Grisham an einen sogenannten Whodunit, also einen Mordfall, bei dem nicht klar ist, wer ihn begangen hat. Es geht also um die zentrale Frage, wer die Tat verübt hat, inklusive falscher Verdächtigungen und Wendungen.

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Milieu bleibt gleich, Aufbau ist anders

Spannung. Das ist neu für den Bestsellerautor, dessen Geschichten  sich zwar fast ausschließlich im Rechtsmilieu abspielen, die Täter allerdings bereits bekannt sind. Die Spannung ergibt sich bei Grisham normalerweise dadurch, ob Recht und Ordnung siegen.

Fade Routine

Doch in Das Vermächtnis ist das anders: Simon Latch ist ein kleiner Anwalt in der Provinz. Sein beruflicher Alltag ist fade Routine, seine Ehe ist am Ende und er redet sich ein, dass er seine Leidenschaft für Wetten unter Kontrolle hat. Als eine ältere Dame, Eleanor Barnett, ihn aufsucht und erklärt, von ihrem verstorbenen Mann ein Vermögen geerbt zu haben, wittert Simon seine Chance, davon mehr statt weniger abzuzweigen, immerhin soll sie keine Erben haben. Dann überschlagen sich die Ereignisse – Eleanor stirbt bei einem Unfall. Kurz darauf wird Simon verdächtigt, sie umgebracht zu haben.

Handwerk

Grisham führt uns bedächtig in die Sphäre seines Buches ein, nimmt sich die Zeit, uns den (Anti-)Helden vorzustellen und andere Figuren kennenzulernen. Er beherrscht sein Handwerk, das er seit Jahrzehnten ausführt, perfekt. Auch in diesem Subgenre. Und doch gefällt uns Grisham, wie er sonst immer ist, ein bisschen besser, weil er viele einzigartige Spannungsmomente kreiert hat. 

  

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