Seefestspiele neu
Fendrich, Zabine und Eberhartinger in Mörbisch
"Very glücklich und sehr happy" zeigte sich Harald Serafin bei der Präsentation des diesjährigen Programms der Seefestspiele Mörbisch.
Warum? "Weil wir es geschafft haben, ein bisserl Pop in unsere Produktionen reinzubringen." Dafür soll weniger Ralph Benatzkys Singspiel "Im Weißen Rössl" als die prominente Besetzung sorgen. Rainhard Fendrich, Zabine Kapfinger und Klaus Eberhartinger sind die Stars, die, so hofft der burgenländische Kulturlandesrat Helmut Bieler (S), "das jüngere Publikumssegment ansprechen" werden.
Kapfinger, Kinder der Berge
Beim Engagement von Zabine Kapfinger
(Rössl-Wirtin) und Klaus Eberhartinger (Sigismund Sülzheimer) half Serafin
seine einstige Tätigkeit als Tanzshow-Juror der "Dancing Stars", und
kalt-warm gab er es den beiden auch bei der Pressekonferenz: Kapfinger sei
wichtig als Typ ("ein Kind der Berge, der Hügel") und habe "eine sehr süße,
kleine Stimme - aber wir haben ja Tontechnik. Sie wird vergrößert mindestens
zur Callas.", Eberhartinger habe unlängst bereits in der Fernsehsendung von
Carmen Nebel Werbung gemacht und "Was kann der Sigismund dafür, dass er so
schön ist" zum Besten gegeben. "Von den acht Millionen Zusehern haben sich
mindestens 800 bereits bei uns gemeldet."
Serafin als Kaiser
Weil die Stars, die im Juni für Proben mit
Regisseur und Mörbisch-Debütant Karl Absenger (Bühne: Rolf Langenfass.
Choreographie: Giorgio Madia, Dirigent Rudolf Bibl) ohnedies jeder einige
Termine abgesagt hätten ("Das zeigt ihre professionelle Einstellung"), nicht
immer Zeit haben, gibt es auch Zweitbesetzungen: Mathias Hausmann als
Leopold, Ingeborg Schöpf als Rössl-Wirtin, Serge Falck als Sigismund und
Albert Rueprecht als Kaiser Franz Joseph. Wer dafür die ideale Erstbesetzung
ist, daran ließ Serafin nicht den leisesten Zweifel: "Ich werde der Kaiser
sein, mit Glatze und Bart. Und ich werde die schicksalsschweren Worte
sprechen. 'Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut.' "