Doch keine Pension

Holender als Opern-Chef in Budapest

11.06.2010

Keine Rede von Ruhestand: Ioan Holender, der Ende Juni als Staatsopern-Direktor in Wien abtritt, wechselt an die Budapester Staatsoper.

Zur Vollversion des Artikels
Zur Vollversion des Artikels

In Regierungskreisen machte gestern ein ganz heißes Gerücht die Runde: Laut hochrangigen Informanten führt der scheidende Wiener Staatsopern-Direktor Ioan Holender heute ein finales Vertragsgespräch mit dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.

Künstlerische Leiter
Wenn alles klappt, wird Holender schon ab der nächsten Spielzeit der Künstlerische Leiter der Budapester Staatsoper.

Neuer Direktor
Als neuen Direktor der Staatsoper will Orbán den bisherigen Ballett-Chef der Wiener Staatsoper, Gyula Harangozó, verpflichten.

Pikanter Machtwechsel
Pikant: Unser Ex-Opern-Direktor Holender wäre dann „Angestellter“ seines bisherigen „Untergebenen“ Harangozó, den Holender als Ballett-Chef nach Wien geholt hat – und der an der Wiener Oper zuletzt große Erfolge gefeiert hat.

Noch pikanter: Als neuer Künstlerischer Leiter der Oper in Budapest würde Holender künftig das Programm ausgerechnet jener Staatsoper gestalten, die der Wiener Oper die härteste Konkurrenz macht.

Schon jetzt verkaufen Wiener Kartenbüros Bus- und Bahnreisen zur Oper nach Budapest mit Tausenden Tickets.

Mit Holender als Chef würde Budapest plötzlich zur spannenden Konkurrenz für Wien werden – der scheidende Ex-Direktor würde seinen Nachfolgern Welser-Möst und Meyer einen harten Wettkampf bieten – und vermutlich Dutzende Stars (von Anna Netrebko bis Elina Garanca) von Wien nach Budapest engagieren.

Keine Pension
Das Engagement von Holender in Budapest ist eine Sensation. Bisher war Wiens Kulturszene der Meinung, dass der polternde Opernchef mit seiner Abschiedsgala am 26. Juni in den Ruhestand wechseln würde. Davon kann jetzt keine Rede mehr sein – Holender plant sein Comeback!

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel