Neue Wettquoten
Song-Contest-Drama: So schlecht steht es um Cosmó
13.04.2026Österreichs Cosmó muss sich mit seinem "Tanzschein" gehörig um Anschluss bemühen.
Wien. Geht es nach den Einschätzungen von 15 Wettbüros, dann hat der finnische Beitrag heuer die größten Chancen, die Eurovision Song Contest-Trophäe mitzunehmen: In der Zusammenschau der aktuellen Quoten kommt das Duo Linda Lampenius & Pete Parkkonen mit "Liekinheitin" auf eine 31-prozentige finale Gewinnchance. Mit gehörigem Abstand folgen dann bereits die Acts aus Frankreich und Dänemark. Österreichs Cosmó muss sich da mit seinem "Tanzschein" schon gehörig um Anschluss bemühen.
Wer derzeit einen Euro auf einen Gesamtsieg des Austro-Acts im großen Finale am 16. Mai setzt, kann mit einer Geldvermehrung um ein Hundert- bis Tausendfaches bei diversen gängigen Buchmachern rechnen. Wer das aber gerne etwa in die Urlaubsplanung einplanen möchte, sollte sich vergegenwärtigen, dass Wettanbieter immerhin 31 der 35 Teilnehmerländer am heurigen 70. ESC in der Wiener Stadthalle eher einen vollen Erfolg zutrauen als Österreichs ESC-Hoffnung. Hinter Cosmó finden sich in der aggregierten Übersicht momentan lediglich die Beiträge Montenegros, Aserbaidschans und Estlands.
Finnlands Komfort-Abstand auf Frankreich und Dänemark
Am anderen Ende des Rasters thront das finnische Klassik-Pop-Rock-Gemisch mit dem Titel "Liekinheitin" ("Flammenwerfer") seit längerem recht sicher auf Rang eins. Im Gewinnchancen-Poker gleich satte 20 Prozentpunkte dahinter hat sich Frankreichs Starterin Monroe mit "Regarde!" den Wettbüros zufolge bisher nur wenig Platz verschaffen können: Mit geschätzten elf Prozent Siegchance liegt die Sängerin nur einen Prozentpunkt vor Dänemarks Søren Torpegaard Lund mit "Før vi går hjem".
Auf das Führungstrio folgen mit je achtprozentiger Erfolgswahrscheinlichkeit Australiens Delta Goodrem ("Eclipse") und Griechenlands Publikumsliebling Akylas ("Ferto"). Bis auf Frankreichs Act müssen sich alle anderen der ersten fünf in der Buchmacher-Einschätzung in den Ausscheidungsshows am 12. und 14. Mai allerdings erst einmal für das Finale qualifizieren.
Wettanbieter sehen gute Chancen für Israels Beitrag
Selbiges hat Israel mit seiner umstrittenen Teilnahme an den Wiener Shows schon lange vor deren Beginn gehörig beeinflusst: In Reaktion auf das "Go" für Israel haben sich gleich fünf Länder vom ESC zurückgezogen, darunter auch Spanien, das als einer der großen Finanziers des Wettbewerbs im Finale gesetzt gewesen wäre. Für Israel geht nun Noam Bettan mit "Michelle" laut den Wettanbietern gar nicht wenig aussichtsreich in den ESC: Wie auch dem schwedischen Beitrag (Felicia mit "My System") und Rumäniens Alexandra Căpitănescu mit "Choke Me" wird Bettan eine immerhin vierprozentige Gewinnchance eingeräumt. Die Top-Ten in der Buchmacher-Gunst werden von den Acts der Ukraine und Italiens komplettiert.
Die Chancen auf den Sieg in der Jurywertung liegen laut den Wettanbietern derzeit für Australien am höchsten, gefolgt von Frankreich und Finnland. Letzteres käme dann auch im Publikums-Televoting auf Rang drei - hinter Israel und Griechenland. Für Cosmó sieht es auch in diesen Einschätzungen gerade nicht wirklich rosig aus: Auf einen Top-30-Platz kommt er in keiner der Rubriken.