Jackos Todescocktail

Heroin-Ersatz brachte Michael Jackson um

11.07.2009

Mix aus Schmerzmittel und Heroin-Ersatz Methadon tötete laut Obduktionsbericht Jackson. Der Mordverdacht richtet sich gegen Ärzte.

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Michael Jackson hatte zum Zeitpunkt seines Todes am 25. Juni einen mörderischen Cocktail aus dem Schmerzmittel Demerol und dem Heroin-Ersatzstoff Methadon im Körper. Dies hätten die Tests jetzt eindeutig gezeigt, meldete am Samstag die britische Sun. Die Zeitung erklärte, den neuen Obduktionsbericht zu besitzen. Bisher wurde ein unbestimmtes „Herzversagen“ als Todesursache geführt.

Jacksons Ärzte mauern weiter
Welche Ärzte dem King of Pop diese Drogen verschrieben, ist nach wie vor unklar, erklärte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles. Zwei seiner engsten Freunde und medizinische Betreuer, Dr. Conrad Murray und Dr. Arnold Klein, verweigerten am Samstag jedenfalls die Zusammenarbeit mit der Polizei. Die Ärzte werden beschuldigt, ihre medizinischen Unterlagen über Jackson „nicht vollständig“ übergeben zu haben.

Jackson war eindeutig drogensüchtig
Zudem erklärte ein Freund der Familie Jackson, die Menge der Drogen hätte jeden normalen Menschen sofort getötet. Jackson sei die starken Medikamente aber schon über Jahre hinweg gewöhnt gewesen, sein Körper hätte nicht sofort und eben erst am 25. Juni reagiert. Weiter sagte der Freund: „Michael Jackson war eine wandelnde Apotheke, als er starb. Er hatte nie eine Chance.“

Bei einer Durchsuchung im Haus von Jackson wurden mehrere starke Beruhigungs- und Schlafmittel gefunden. Darunter die süchtig machenden und streng verschreibungspflichtigen Medikamente Demerol, Xanax und Diprivin, das bei uns unter dem Namen Disoprivanim erhältlich ist. Diese Droge wird gespritzt und wird meist zur Ruhigstellung geistig verwirrter Personen verwendet.

Bill Bratton, der Polizeichef von Los Angeles, schloss einen Mord nicht aus. Auch Vater Joe Jackson verkündete öffentlich: „Ich glaube, es war Mord.“ Es sei für Michael kein Problem gewesen, einen neuen Arzt zu finden, wenn er mit einem alten unzufrieden war, erzählt ein Freund des Popstars. „Die rotierten förmlich, rein und raus. Sie genossen es. Die Leute sollten wissen, dass sie Michael Jacksons Ärzte waren.“

Jackson war völlig orientierungslos
Vier Ärzte, alle enge Freunde von Jackson, müssen sich nun vor den Behörden verantworten. Neben Murray und Klein stehen mit Allan Metzger und Alex Farshchian zwei weitere Starärzte aus Hollywood unter Verdacht.

Jacksons Chauffeur erzählte, der King of Pop habe in den letzten Monaten vor seinem Tod mehrmals die Woche Dr. Klein besucht und dort drei bis vier Stunden verbracht. Zudem, so der Fahrer, sei Jackson oft orientierungslos und verstört aus der Praxis des Arztes herausgekommen.

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