Gabalier & von Goisern
Chart-Triumph der Alpen-Rocker
Angesichts der Krise lieben es die Österreicher derzeit offenbar bodenständig, gerade und erdig. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Austrian Top 40 derzeit von Volksmusik-Platzhirschen dominiert werden. Platz 1 der Single-Charts: Hubert von Goisern mit Brenna tuats guat. Platz 1 der Album-Charts: Andreas Gabalier mit Volks-Rock’n’Roller.
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Alpen-Elvis
Was die beiden Musik-Heroen verbindet: Einmal räumliche Nähe (Von Goisern kommt aus Oberösterreich, Gabalier aus der Obersteiermark). Beide singen Mundart und stehen für Crossover: Von Goisern ist der Pionier des Alpenrock, der hüftschwingende Gabalier wird als Alpen-Elvis vermarktet.
Was die beiden trennt? Sonst alles! Der Amadeus Award-Gewinner und Ziehharmonika-Virtuose Von Goisern gilt seit seinem Durchbruch mit Koa Hiatamadl (1992) – und erst recht seit seinen Ausflügen zur „World“-Musik – als Schöpfer intelligenter Kompositionen. Seine Single Brenna tuats guat wartet mit kritischen Textpassagen auf: Von den Geldverbrennern, die ‚kan Genierer kennen‘, ist da die Rede.
„Schnitt’n“
Gabalier, mit Doppelplatin ausgestatteter und von DJ Ötzi gecoverter Brachial-Entertainer, thematisiert da mehr das Ländlich-Unsittliche: „So a liebes Rehlein, himmelblaue Augen, hob i überhaupt noch gar nie g’sehn“, erquickt er die Jägermeister-Community. Girls sind der Ohnmacht nahe: „So a schoafe Schnitt’n!“