Einmaliges Erlebnis
Hansi Hinterseer: Front Row bei der Oscar-Verleihung
16.03.2026In der Nacht auf Montag wurden die 98. Oscars verliehen. Während die meisten Fans das Spektakel nur vom Sofa aus verfolgen konnten, erinnert sich Hansi Hinterseer an seinen eigenen Auftritt in Hollywood. Der Tiroler saß nämlich schon in der ersten Reihe, wie er im Talk mit der "Bunte" schildert.
In der Nacht auf Montag blickte die Welt nach Hollywood, doch für einen Österreicher ist der rote Teppich kein Neuland. Hansi Hinterseer blickt auf eine Zeit zurück, in der er vom Kitzbüheler Ski-Helden zum Begleiter eines Weltstars wurde. Bevor er als Schlagersänger Erfolge feierte, war er der Held auf Skiern, musste jedoch 1976 bei den Olympischen Spielen in Innsbruck einen Tiefschlag durch einen Sturz hinnehmen. 1978 beendete er mit nur 24 Jahren seine Weltcup-Karriere und wagte den Sprung nach Amerika.
Vom Weltcup zum Modelvertrag
In den USA tauchte Hinterseer abseits der Piste in eine völlig neue Welt ein. Er unterschrieb einen Modelvertrag und wurde international als Testimonial gebucht. Durch den Musiker John Denver, den er als "super Bursche" bezeichnet, kam schließlich der Kontakt zu den Oscars zustande. Denver machte ihn mit der Schauspielerin Morgan Fairchild bekannt. Der Plan war simpel: Der Tiroler sollte der Hollywood-Schönheit das Skifahren beibringen. "Ich habe schnell bemerkt, dass sie relativ bescheiden unterwegs war", erinnert sich der heute 72-Jährige lachend.
Tiroler Schmäh im Schnee
Um die Schauspielerin zu unterhalten, setzte Hinterseer auf seinen "Tiroler Schmäh". Die Aktion endete damit, dass er Fairchild kurzerhand auf den Rücken nahm und mit ihr die Piste hinunterraste. Laut Hinterseer war dies "medial natürlich eine totale Sensation" und schlichtweg "bärig, wunderbar". Als Dankeschön nahm ihn Fairchild im Jahr 1980 mit zur Oscar-Verleihung. Da sie an diesem Abend eine Laudatio hielt, durfte der Österreicher als ihre Begleitung direkt in der ersten Reihe Platz nehmen.
Bäriges Erlebnis in Hollywood
Hansi Hinterseer genoss diesen Moment in vollen Zügen. Er beschreibt es als ein Erlebnis, das für viele Leute wohl nie erreichbar sein wird. Trotz der glanzvollen Welt und vieler Connections konnte er sich ein dauerhaftes Leben in Hollywood jedoch nicht vorstellen. In seiner Biografie betont er, dass er zwar gerne in den USA war und die Möglichkeiten dort ein Traum waren, er aber immer gerne nach Hause zurückkehrte. Innerlich habe er stets gewusst, wo er hingehöre.