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So sah Kates Brautkleid aus

29.04.2011


Das Geheimnis ist gelüftet: Kate setzte auf Eleganz mit Flower Power.

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© Getty Images
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Klassisch-raffiniert
Große Rätsel rankten sich um ­Kates Brautkleid. Bis zuletzt wusste niemand, aus welcher Feder es stammen würde, von Kate Middletons Lieblingsdesignerin Daniella Helayel bis Jasper Conran war da immer wieder die Rede. Zuletzt sogar davon, dass sich Kate ihr Kleid selbst gekritzelt hätte. Und plötzlich tauchte der Name auf, den keiner glauben mochte: Sarah Burton, Nachfolgerin von Alexander McQueen.

Raffinesse liegt bei diesem Kleid im Detail
Aber tatsächlich stammt „that dress“ aus ihrer Feder und war ganz und gar nicht shocking, hatte alles, was eine echte Prinzessinnenrobe so braucht: klassisch, und doch so raffiniert in seinen Details. Ein Traum aus Satin und Spitze, aufwendigst verarbeitet, selbstverständlich mit Schleppe.

Bei diesem Kleid liegt die Raffinesse im Detail: Der Rock über und über mit handgefertigten Spitzenblüten verziert. Disteln, Narzissen und Rosen blühen auf der Seide. Schleppe ja, aber nicht zu lange. „Nur“ 2,7 Meter, praktisch, auf der Höhe unserer Zeit. Ein dezenter Tüllschleier, hinter dem sich Kate zunächst versteckte.

Und Bustier-Oberteil! Damit betont Kate einmal mehr ihre Taille, darunter schimmert ein Push-up-Bra. Durchbrochene Spitze bedeckt Arme und Schultern, selbstverständlich heimisch geklöppelt von der „Royal School of Needlework“. Hier finden sich wieder Blumenmotive: Rosen, Kleeblatt, Osterglocke und Distel. Und auch der Blick unter den Rock ein Hingucker: lachsfarben gefüttert. Bezaubernd!



Tüll-Schleier.
Schleier aus Seiden-Tüll fiel erst kurz vor Hochzeit.

Bustier.
Dezentes, aber dennoch sexy Dekolleté mit durchscheinendem Push-up.

Brautstrauß.
Ein Bouquet aus Myrte, Maiglöckchen und Hyazinthen.

Transparenz.
In England geklöppelte Spitze nach irischer Tradition.

Die Schleppe.
„Nur“ 2,7 Meter lang, nichts gegen die 7,5 Meter von Lady Di. Von Pippa über Abbey-Stufen getragen.

Tiara.
„Halo“-Tiara von Cartier aus dem Jahre 1936, Leihgabe der Queen.

Unterrock.
Seiden-Satin in zartem Lachs gehalten.

Ohrringe.
Geschenk von Kates Eltern: Diamant-Hänger von Robinson Pelham.

Blüten.
Handgefertigte Spitzenblumen (Disteln, Narzissen, Rosen) wurden auf den Rock appliziert.

Lagerfeld schwärmt: „Kleid raffinierter als das von Lady Di“

Nichts hatte sie von der 7,5 m langen Spitzendecke, die einst Lady Di hinter sich herziehen musste. Lediglich 2,7 Meter war die Schleppe von Kate und leicht handelbar. Überdies trug Schwester und Trauzeugin Pippa das Prinzessinnen-Must über die Treppen der Westminster Abbey.

Apropos: Auch deren Kleid stammt aus der Feder von Sarah Burton und hier tobte sich die Skandal-Designerin richtig aus: Die Farbe Weiß (eigentlich ein No Go für die Trauzeugin!), tief dekolletiert, sogar der Brustansatz war zu sehen. Ein Dekolleté in seiner Tiefe war wohl das Erste seiner Art bei einem Royal Wedding. Party-Queen Pippa wollte damit wohl Prinz Harry beeindrucken.

Kleid hat einen Hauch von 50er-Jahren
Der Plan ging diesmal aber nicht auf: Ihrer Schwester konnte sie an diesem Tag nicht die Schau stehlen, hatte die doch was von der überirdischen Eleganz einer Grace Kelly. Da zeigte sich sogar der sonst so kritische Modemacher Karl Lagerfeld, nicht geladen, aber beim französischen Fernsehsender France 2 kommentierend, vom Sarah-Burton-Entwurf beeindruckt: „Das Kleid hat einen „Hauch der 50er“, erinnert mich an Marilyn Monroe. Das ist ein Brautkleid, das in den Einzelheiten sehr raffiniert ist, viel raffinierter als das von Prinzessin Diana!“

Tolle Handwerkskunst „made in Britain“
Und Sarah Burton, die durch Kates Brautkleid-Wahl in unerreichbare Designer-Höhen gehievt wurde? Schwebt selbstverständlich auf Wolke 7: „Es war wirklich eine solch unglaubliche Ehre, gefragt zu werden. Das Kleid repräsentiert die britische Handwerkskunst. Das war ein Anliegen von McQueen!“

Und wie die Geheimhaltung funktionierte? „Mein Team hat unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet!“ Und fügt bescheiden hinzu: „Dieses Kleid war nur ein Teil eines spektakulären Tages!“


 
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