Neuaufstellung nach Prinz Philips Tod
Wer folgt auf Queen Elizabeth?
Die Nachfolgeregeln im englischen Königshaus sind strikt vorgegeben. Die letzte Änderung gab es, als 2019 mit Archie Mountbatten-Windsor der Sohn von Harry (36) und Meghan (39) zur Welt kam und auf Platz 7 der Thronfolger-Liste einstieg.
Insidern zufolge werden sich nun Prinz Charles und Prinz William in den nächsten Wochen mehrmals treffen, um über die Zukunft der Royals zu entscheiden. Und auch die Queen soll dabei zugegen sein.
Royale Pflichten. Ein Punkt wird sein, wer die Aufgaben von Philip, etwa die zahlreichen Schirmherrschaften, mit übernehmen wird. Oder auch, ob Prinz Edward (57) und seine Frau Sophie (56) nach dem Megxit für Harry und Meghan vermehrt einspringen werden. An die 3.000 Verpflichtungen nehmen die 15 aktiven Mitglieder der royalen Familie wahr. Charles und William sollen hier durchaus verschiedene Ansichten haben. Und es soll eben auch über die Nachfolge von Queen Elizabeth II. gesprochen werden.
Bei der Thronfolge gilt das Vorrecht des Erstgeborenen
Elizabeth Alexandra Mary, genannt "Lilibeth", am 21. April 1926 geboren, hatte 1952 mit 25 Jahren den Thron bestiegen und ist heute die dienstälteste amtierende europäische Monarchin. Am 6. Februar kommenden Jahres begeht die Queen ihr 70. Thronjubiläum.
Die Nachfolgeregeln sind in der "Bill of Rights" von 1689 und im "Act of Settlement" von 1701 festgeschrieben. So können nur direkte Nachfahren von Sophie von der Pfalz den Thron besteigen, wie auch nur Kinder von verheirateten Paaren als Thronnachfolger gelten. Katholiken sind strikt ausgeschlossen, auch Ehepartner von Monarchen haben keinen Anspruch auf den Thron. Und es gilt das Recht der Primogenitur, also das Vorrecht des Erstgeborenen.
2013 wurden die Regelungen durch den "Succession to the Crown Act" geändert und das Prinzip der männlichen Primogenitur abgeschafft. Das bedeutet, dass männliche Nachkommen keinen Vorrang mehr vor erstgeborenen Mädchen haben. Diese Reihenfolge gilt aber nur für Kinder, die nach dem 28. Oktober 2011 geboren wurden.
Ist die Queen amtsmüde? Dankt sie zugunsten von Charles ab?
Eine Frage verstummt in der Öffentlichkeit jedoch nicht: Dankt Queen Elizabeth, möglicherweise amtsmüde geworden, zugunsten von Charles ab? Bereits seit Jahren waren ihre öffentlichen Auftritte weniger geworden und es gab nur kleinere Reisen. Und eine Spekulation hält sich hartnäckig: Verzichtet Charles möglicherweise für den weitaus beliebteren Prinz William auf den Thron?
Auf Lebenszeit. Während sich andere Monarchen, wie etwa Königin Beatrix von den Niederlanden, zurückgezogen haben, denkt Queen Elizabeth aber sichtlich nicht an einen royalen Ruhestand. Stehen hier doch Pflichtbewusstsein und ihre stoische Haltung dagegen. Und bereits 1947, fünf Jahre bevor sie Königin wurde, hatte sie feierlich vor Gott und den Menschen gelobt, dass "ich mein ganzes Leben, ob es kurz oder lang sein wird, dem Dienst an euch allen widmen werde".
Und 1992, zu ihrem 40-Jahre-Thronjubiläum, erneuerte sie diesen Schwur, dass ihr Job "auf Lebenszeit" sei. Und sie hatte, bereits eine Woche nach Philips Tod und noch vor dem Begräbnis, wieder Amtsgeschäfte aufgenommen.
Royal Watchers halten ein Abdanken von Charles für William für eher ausgeschlossen. Hatten die Windsors doch an der strengen Einhaltung der Nachfolgeregeln noch nie gerüttelt.