Betongold
Immobilien: Erholungschancen und knappe Wohnungen
19.12.2025Eine Erholung mit angezogener Handbremse. Hier ist die Aussicht auf das Immobilienjahr 2026.
Nach zwei schwierigen Jahren für Immobilien-Investoren, als es zwar relativ hohe Preise, aber wenig Käufer und daher flaue Geschäfte gab, brachte 2025 die erhoffte Stabilisierung.
Die Erholung läuft allerdings noch mit Handbremse, so der Immobilienwirtschafts-Verband ÖVI. Immerhin sind die Erwartungen der Branchenprofis für 2026 vorsichtig optimistisch.
- Sowohl 2023 wie 2024 hat es ja viel weniger Verkäufe gegeben.
- Wohnungen, Häuser und auch Firmen-Immobilien wechselten seltener den Eigentümer.
- Doch sinkende Zinsen und die deutlichen Lohnsteigerungen haben zuletzt den Erwerb von Wohneigentum wieder leistbarer gemacht.
2025 gab es um 18 Prozent mehr Wohnungskäufe als 2024. Auch die Vergabe von Immo-Krediten hat wieder zugenommen. Das dürfte sich im Immobilienjahr 2026 fortsetzen.
Die Erholung läuft an
Man beobachte eine vorsichtige Erholung mit weiterem Aufwärtspotenzial, heißt es: Grundsätzlich stagnieren die Preise, nur in sehr guten Lagen gibt es da und dort leichte Zuwächse. Das Angebot bleibe aber knapp, vor allem da zu wenig neue Wohnungen gebaut werden – damit lauten die Vorzeichen auf tendenziell stabile bis steigende Immobilienpreise bei gleichzeitig weiterhin hohen Mieten. „Der Mietmarkt ist derzeit das größte Sorgenkind“, so ÖVI Präsident Georg Flödl.
"Mietzinsdeckel kontraproduktiv"
Vermieter wünschen sich demnach keine Preisexplosionen, sondern nachhaltige Erträge und die staatliche Förderung des Neubaus. Ansonsten drohe sich der Wohnungsmangel dauerhaft zu verfestigen, der Mietzinsdeckel sei kontraproduktiv.
Laut Immo-Dienstleister CBRE verschärft sich die Situation in städtischen Lagen, vor allem in Wien. Auch in Salzburg – traditionell eine hochpreisige Location – ist der Trend zu spüren, relativ gut ist die Situation dagegen in Graz und Linz. Das Problem ist die Bauleistung: 2025 wurden in Wien nur 8.800 Wohnungen fertiggestellt, 2026 werden es knapp 10.000 sein – immer noch viel zu wenig für den Bedarf. Die durchschnittlichen Kaufpreise für Eigentumswohnungen liegen in Wien aktuell bei 6.500 Euro pro Quadratmeter (plus 5 Prozent gegenüber 2024), in der freien Vermietung muss man bis zu knapp 20 Euro pro Quadratmeter bezahlen (plus 5,4 Prozent).