Weil Motor lief:
Autofahrer muss 600 Euro Strafe zahlen - fürs Enteisen!
14.01.2026Ganz schön teuer kam es einem Türken in Wien, der sein zugefrorenes Auto mit klarer Sicht aus dem Parkplatz steuern wollte. Der Mann ließ den Motor laufen und wartete, bis die Heizung das Eis auf der Windschutzschiebe zerschmolz. Das gefiel der Polizei gar nicht.
Wien. Der Vorfall ereignete sich laut der Internet-Plattform Medya Avusturya Montagabend am Gürtel in Ottakring und dürfte nicht nur in der türkischen Community für heftige Diskussionen sorgen: Fahrzeughalter Ayhan C. war nach der Arbeit zu seinem geparkten Auto gegangen und nach Hause.
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Ohne groß nachzudenken, stieg er in sein Auto, startete den Motor und wartete, bis das Eis an den Fenstern weg war. Etwa drei Minuten waren vergangen - da kam eine Polizeistreife des Weges und hielt an. Ein Beamter klopfte ans Fenster, verlangte zunächst Führerschein und eine Zulassung. Während der Kontrolle wurde dem Lenker dann erklärt, dass es verboten sei, mit laufendem Motor am Parkplatz so lange stehen zu bleiben: "Das Fahrzeug MUSS nach dem Start weggefahren werden."
Ayhan C. reagierte überrascht und meinte nur, dass er kein geeignetes Werkzeug dabei gehabt habe, um die eingefrorenen Scheiben abzukratzen.
Nach einer Weile stieg ein weiterer Polizist aus dem Streifenwagen aus und erklärte, dass das "unnötige Warten mit laufendem Motor" einen Verstoß gegen das Klimaschutzgesetz darstelle und dass aus diesem Grund eine Geldstrafe von 600 Euro verhängt werde. Trotz oder aufgrund seiner Widerrede erhielt C. eine Zahlungsquittung, sprich: einen Erlagschein über 600 Euro in die Hand gedrückt.
Laut Medya Avusturya wird C. gegen die doch sehr hohe Strafe Einspruch erheben.