Tschechien
Bus-Crash: Verfahren in Österreich
Nach dem schweren Unfall eines österreichischen Reisebusses in Südböhmen, bei dem 36 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt worden sind, erwartet den Busfahrer ein Gerichtsverfahren in Österreich. Tschechien wolle nach Abschluss der Ermittlungen vor Ort das Verfahren an Österreich abtreten, berichtet das tschechische Nachrichten-Portal iDNES.cz unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Krumau (Český Krumlov). Dies könnte nach ersten Schätzungen in etwa einem Monat geschehen. Sollte der Busfahrer vor einem österreichischen Gericht angeklagt werden, würde dabei österreichisches Recht zur Anwendung kommen, so die Staatsanwaltschaft. Bei einer Verurteilung in Tschechien hätten dem Lenker wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Umständen bis zu acht Jahre Haft gedroht.
"Es war ein österreichischer Autobus, der Fahrer ist Österreicher und auch der überwiegende Teil der Verletzten ist aus Österreich. Für Sie ist ein Gerichtsverfahren in der Heimat schon deswegen günstiger, weil sie dort leichter Schadenersatz bekommen", so die Krumauer Staatsanwältin Blanka Klinovská. Auch sei ein Verfahren in Österreich billiger und könne rascher über die Bühne gehen.