200.000 Euro Beute

DNA überführte Radl-Bankräuber: Kärntner (49) am Tennisplatz gestellt

20.04.2026

Am Klagenfurter Tennisplatz klickten die Handschellen. 

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© LPD Kärnten
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Kärnten. Die Polizei hat einen 49 -jährigen Kärntner festgenommen, der verdächtigt wird, vor rund einem Monat eine Bank in Ferlach, Bezirk Klagenfurt-Land, ausgeraubt zu haben. DNA auf einem Zettel, den der Räuber beim Verlassen der Bank verloren hatte, führte die Ermittler zu dem Tatverdächtigen, bestätigte Staatsanwaltschaftssprecher Markus Kitz am Montag. Der mutmaßliche Räuber, der mit seinem Fahrrad geflohen war, streitet den Überfall auf die Bank ab, er befindet sich in U-Haft.

Am 16. März war der vollbärtige Mann mit Haube und Sonnenbrille maskiert morgens in die Bankfiliale gekommen, hatte dort die Mitarbeiterin mit einer Pistole bedroht und war auf einem Radl mit einer Beute von rund 200.000 Euro geflüchtet. Eine Großfahndung blieb erfolglos, auch kürzlich veröffentlichte Überwachungsbilder brachten nicht den entscheidenden Hinweis.

Handschellen klickten am Tennisplatz

Die DNA auf dem Zettel, auf dem der Täter Forderungen notiert hatte, brachte einen Treffer in der Datenbank. Auch wenn der Verdächtige bisher unbescholten ist, wurde er in der Vergangenheit bereits erkennungsdienstlich behandelt. Am Donnerstag klickten für ihn auf einem Klagenfurter Tennisplatz die Handschellen. Wie sich herausstellte, ist der Verdächtige auch noch ein Nachbar eines Mannes, dem ein Fahrrad gestohlen wurde, das wie das Fluchtfahrrad des Bankräubers aussieht. Gefunden wurde das Fahrrad bei ihm aber nicht. Kitz: "Das Rad dürfte er entsorgt haben."

Der Verdächtige bestreitet, etwas mit dem Raubüberfall zu tun zu haben. Für seine DNA auf dem Räuber-Zettel hatte er laut Kitz auch eine Erklärung parat: Der wahre Täter muss sein Altpapier dafür entwendet haben.