Nach Luftraumsperre

Erster Flieger aus Dubai in Wien gelandet

05.03.2026

Erstmals seit Beginn des Irankriegs am vergangenen Samstag sind am Donnerstag wieder Linienflieger aus Dubai in Österreich gelandet.

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© APA/HANS KLAUS TECHT
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Der Airbus A380-842 der Golf-Airline Emirates landete um 12.47 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat. Am Nachmittag landete ein weiteres Flugzeug aus Dubai kommend in Salzburg. Viele Heimkehrer fielen erleichtert ihren Familien in die Arme, nachdem sie tagelang in der Krisenregion festsaßen - tausende andere Reisende warten noch auf ihre Rückkehr.

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Zur Zahl der Fluggäste machte Emirates auf APA-Anfrage keine Angaben, die Kapazität des eingesetzten größten Passagierflugzeugs der Welt beträgt rund 600 Personen. In Salzburg landete ein deutlich kleineres Flugzeug mit laut Flughafen 126 Passagieren an Bord. Die Boeing 737-Max von Flydubai musste wegen des Umweges einen Tankstopp in Ägypten einlegen.

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Emirates erklärte, "derzeit bis auf Weiteres" einen reduzierten Flugplan zu haben. Hintergrund sei "die teilweise Wiederöffnung des regionalen Luftraums, die eine schrittweise und sichere Wiederaufnahme des kommerziellen Flugbetriebs ermöglicht", hieß es zur APA. Am 5. und 6. März sind über 100 Emirates-Flüge von und nach Dubai geplant. Der Dubai-Wien-Flug von Emirates am Donnerstag (Ankunft 18.50) ist gestrichen, der morgige Flug aus Dubai (Ankunft 12.25) soll laut aktuellem Stand durchgeführt werden. Die Austrian Airlines (AUA) haben vorerst ihre Dubai-Flüge bis einschließlich 10. März ausgesetzt.

Flugverkehr in Dubai läuft Schritt für Schritt wieder an

Der Flugverkehr in der Golf-Region läuft damit fünf Tage nach Beginn des Iran-Krieges Schritt für Schritt wieder an. Der auf den Luftfahrtsektor spezialisierte Datendienstleister Cirium zählte am Donnerstag rund hundert kommerzielle Flüge allein an Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Demnach wurden in der gesamten Region aber weiterhin gut 43 Prozent aller Flüge gestrichen. Cirium zufolge starteten 87 Flüge vom internationalen Flughafen von Dubai, zudem gab es 15 Starts in Abu Dhabi. Im Nachbarland Oman starteten 60 Flieger aus der Hauptstadt Maskat. Keine Starts wurden hingegen an den Flughäfen in der katarischen Hauptstadt Doha, in Manama (Bahrain) sowie in Kuwait verzeichnet. Zwischen Sonntag und Dienstag waren den Angaben zufolge zwei Drittel aller Flüge von den Flughäfen der Region ausgefallen. Am Mittwoch lag die Ausfallquote dann bei 61 Prozent, am Donnerstag waren es noch 43,4 Prozent.

Am Mittwochabend ist zudem der erste staatlich organisierte Rückführungsflug von österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus der Nahost-Krisenregion in Wien gelandet. Für Donnerstag sind zwei weitere "Repatriierungsflüge" geplant. Wie die Austrian Airlines (AUA) bekannt gaben, wird eine Maschine zunächst von der omanischen Hauptstadt Maskat nach Riad in Saudi-Arabien und dann weiter nach Wien fliegen. Aus Riad fliegt ein weiteres Flugzeug nach Österreich. Die Ankünfte sollen laut Webseite des Flughafens Wien-Schwechat am späten Donnerstagabend erfolgen.

Das iranische Militär hatte als Antwort auf Luftangriffe der USA und Israels auch Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten sowie im Irak angegriffen. Die meisten der Länder sperrten daraufhin ihren Luftraum ganz oder teilweise. Besonders die Flughäfen in Dubai und Doha sind bedeutende Drehkreuze im internationalen Flugverkehr. Zudem saßen und sitzen tausende ausländische Touristen in der Region fest.

Qatar Airways, deren Flugbetrieb in Doha bis auf Weiteres eingestellt ist, kündigte am Donnerstag "eine begrenzte Anzahl von Rückführungsflügen" für in der Region festsitzende Passagiere an. Die Maschinen sollen demnach unter anderem von Maskat nach London, Berlin und Rom sowie von Riad nach Frankfurt am Main fliegen.