2 Tote in Indonesien

Hängebrücke eingestürzt: Das ist das Wiener Ehepaar

25.05.2026

Der fürchterliche Unfall ereignete sich auf der indonesischen Insel Flores.

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Die beiden Urlauber aus Wien, Astrid (57) und Jürgen P. (55), stürzten bei einem sehr beliebten Ausflugsziel von einer Hängebrücke, die durch den Dschungel zum Cunca-Wulang-Waterfall führt, in die Tiefe. Das Ehepaar war gerade auf einer 30-minütigen Wanderung zu dem Wasserfall, als sich das Unglück ereignete.

Die 50 Meter lange Brücke, die rund zwei Autostunden vom bekannten Touristenort Labuan Bajo entfernt liegt, war plötzlich eingestürzt, als das Paar gerade glücklich in eine Kamera lächelte, so ein Guide vor Ort gegenüber den Medien. "Plötzlich hörte ich ein sehr lautes Geräusch von brechendem Holz, wie von einem herabfallenden großen Ast." Innerhalb von Sekunden sei die Brücke eingestürzt - und die Urlauber etwa 20 Meter in die Tiefe gefallen.  

© Facebook

Die beiden Wiener stürzten in einen Fluss unterhalb der Brücke. Der kaufmännische Gruppenleiter und Lehrlingsbeauftrage einer großen Baufirma Jürgen P. und seine Ehefrau Astrid, Dozentin für Erwachsenenbildung sowie Lebens-und Sozialberaterin waren auf der Stelle tot. Die Rettungskräfte konnten nur noch ihre Leichen bergen.

Dreifache Mutter und zweifache Oma

"Als Mama von drei erwachsenen Söhnen, zweifache Oma und mittlerweile glücklich verheiratet, habe ich ein Potpourri an schönen Erlebnissen, aber auch einige schmerzhafte Herausforderungen hinter mir – wie viele Frauen in meinem Alter. Ich war lange alleinerziehend und bin durch heftige emotionale Krisen gegangen. Diese Erfahrungen haben mich nicht nur geprägt, sondern mir auch wichtige Lektionen erteilt", schreibt die 57-Jährige auf ihrer Homepage. 

Der Cunca-Wulang-Wasserfall ergießt sich in einen engen Canyon, der wie eine Miniatur-Version des Grand Canyon in den USA wirkt. Touristen können von den Felsen springen und im türkisen Wasser der Schlucht schwimmen.

Immer wieder tödliche Touristen-Unglücke

Flores gehört zu den Kleinen Sundainseln und liegt etwa 500 Kilometer östlich von Bali. Wegen ihrer Tauchreviere, Vulkanlandschaften und der Nähe zum Komodo-Nationalpark mit den seltenen Komodo-Waranen lockt die Insel Gäste aus aller Welt.

Tödliche Unglücke an abgelegenen Naturattraktionen sind in Indonesien keine Seltenheit. Schwieriges Gelände, teils veraltete Infrastruktur und lange Rettungswege erschweren Einsätze in vielen Regionen des weltgrößten Inselstaates. Erst im Dezember waren vier Mitglieder einer sechsköpfigen spanischen Familie ums Leben gekommen, als ihr Boot vor Flores kenterte. Im vergangenen Juni war eine Brasilianerin am Vulkan Rinjani auf der indonesischen Insel Lombok in den Tod gestürzt.