1-G-Regel, Masken. Kontrollen
Heute kommt Corona-Hammer für Ungeimpfte
Wien. Seit Tagen verhandeln Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein über die Corona-Regeln für den Herbst. Wie berichtet, will die Regierung angesichts der Corona-Zahlen strenger werden. Vieles war gestern noch offen, aber fix ist: Verschärfungen soll es vor allem für Ungeimpfte geben. Klar ist aber auch: Vor dem heutigen Termin gibt es einen Machtkampf zwischen dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und dem Kanzler (s. r.).
Lockdown nur, wenn sich Intensivstationen füllen
➔ Neue Richtschnur. Bisher wurde die Corona-Lage nach der sogenannten Sieben- Tage-Inzidenz beurteilt – das will Kurz ändern. Künftig soll es Verschärfungen geben, wenn die Experten eine Belastung der Intensivstationen (ICUs) voraussagen. Gestern waren etwa in Wien die ICUs mit 17,8 % Covid-Patienten belegt – ab 30 % wird es kritisch.
Einschränkungen nur für die Ungeimpften
➔ 1-G-Regel. Mit diesem Plan war Mückstein in ÖSTERREICH vorgeprescht: Nicht nur in der Nachtgastronomie, sondern auch beim Après-Ski und überall, wo Menschen eng beieinanderstehen, sollen im Herbst und Winter nur noch Geimpfte Zutritt haben. Kurz nannte am Montag zudem Großveranstaltungen wie Fußballspiele. Hier war zuletzt aber auch von einer PCR-Testpflicht die Rede. Der Kanzler will jedenfalls eher 1 G, bevor es wieder einen allgemeinen Lockdown gibt.
Indoor sollen wieder die Masken zurückkommen
➔ FFP2. Mückstein forderte ein Comeback der Masken in Innenräumen – hier war aber zuletzt offen, ob überall wieder eine FFP2-Pflicht kommt. Maskenpflicht, also mindestens in Form von MNS auch im Handel (was in Wien jetzt schon gilt), könnte aber sehr wohl wieder im ganzen Land gelten.
Gültigkeit von Antigen-Tests wird verkürzt
➔ Testrevolution. Die Geltungsdauer der ungenaueren Antigen-Schnelltests wird fix von 48 auf 24 Stunden verkürzt werden. Kostenpflichtig dürften die Tests aber nicht werden.
Mehr Kontrollen der Corona-Regeln
➔ Aktion scharf. Egal, ob 1 G bis 3 G – die Kontrollen sollen künftig verschärft werden. Auch das hatte Kurz in ÖSTERREICH bereits angekündigt.