Mind. 13 beschuldigt

Scheinrechnungen: Staatsanwaltschaft sieht Millionenschaden bei "Klagenfurt Wohnen"

12.02.2026

Mit Scheinrechnungen stadteigenen Betrieb um mehr als fünf Millionen Euro gebracht.

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Klagenfurt. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat ihr Ermittlungsverfahren zu "Klagenfurt Wohnen" der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zur Abtretung angeboten. "Wir gehen davon aus, dass der Schaden über fünf Millionen Euro beträgt", begründete Staatsanwalt Markus Kitz den Vorgang auf APA-Anfrage und bestätigte einen Bericht des ORF Kärnten. Der Eigenbetrieb "Klagenfurt Wohnen" soll durch Scheinrechnungen geschädigt worden sein, ermittelt wird wegen Untreue.

Das Verfahren werde derzeit gegen 13 namentliche Beschuldigte, zwei Verbände und weitere unbekannte Täter geführt. Mehrere Unternehmer sind verdächtig, mit Mitarbeitern von "Klagenfurt Wohnen" zusammengearbeitet zu haben, Leistungen wurden verrechnet, die nicht oder nicht in vollem Umfang erbracht wurden, so Kitz. "Die Frage ist, ob die Mitarbeiter das wussten oder nicht ausreichend geprüft haben." Geprüft wird auch, ob es Kickback-Zahlungen gab. "Klagenfurt Wohnen" verwaltet mehr als 3.000 Gemeindewohnungen.

Angestoßen wurden die Ermittlungen durch einen Bericht des Landesrechnungshofs aus dem Jahr 2024. Entsprechend liegt der angenommene Tatzeitraum in den Jahren 2020 bis 2022. Es gab aber auch mehrere Anzeigen. Laut Kitz sind die Beschuldigten bisher nicht geständig.